Verstappen und Red Bull: Neue Vertragsverhandlungen ohne Ausstiegsklausel
Verstappen und Red Bull verhandeln über neuen Vertrag

Max Verstappen (28) steht vor einer entscheidenden Phase seiner Karriere. Der viermalige Weltmeister hat bei Red Bull einen Vertrag bis Ende 2028, doch eine automatische Ausstiegsklausel könnte ihn bereits nach dieser Saison aus dem Team führen. Vor dem Großen Preis von Ungarn ist der Niederländer Siebter in der Fahrer-WM, 68 Punkte hinter Spitzenreiter. Da er in Budapest maximal 25 Zähler holen kann, wird er nach dem Rennen mindestens Dritter sein – und die Klausel aktiviert sich. Red Bull verhandelt daher über eine Vertragsverlängerung bis 2029 ohne diese Klausel, verbunden mit einer Gehaltserhöhung.

Die Ausstiegsklausel und ihre Folgen

Die Klausel tritt automatisch in Kraft, sobald Verstappen nach dem Ungarn-GP nicht auf dem zweiten WM-Rang liegt. Er hat dann bis Oktober die Option, Red Bull zu verlassen. Für das Team wäre dies ein „Horror-Szenario“, wie es im Fahrerlager heißt, denn ein adäquater Ersatz wäre spät in der Saison nicht mehr zu finden. Entgegen anderslautender Gerüchte bietet Red Bull jedoch keine Einmalzahlung von neun Millionen Euro zum Abkauf der Klausel. Stattdessen plant die Führung um Teamchef Laurent Mekies (49) und Sport-Boss Oliver Mintzlaff (50) eine Umstrukturierung des Vertrags.

Neues Angebot: Länger ohne Ausstieg

Das neue Arbeitspapier soll bis nach der Saison 2029 laufen und die bisherige Ausstiegsklausel streichen. Um Verstappen zu überzeugen, soll dessen Grundgehalt von derzeit rund 65 Millionen Euro pro Jahr angehoben werden. Das Angebot liegt Verstappen und seinem Management seit mehreren Wochen vor. Eine offizielle Reaktion gab es nicht, doch beide Seiten befinden sich im kontinuierlichen Austausch. „Wir haben einen Vertrag bis 2028. Natürlich gibt es Ausstiegsklauseln, die gab es immer. Wir haben aber nie eine eingelöst. Im Gegenteil. Wir waren immer loyal und werden es auch bleiben“, sagte Manager Raymond Vermeulen kürzlich zu BILD. „Wir möchten den Weg mit Red Bull weitergehen und Max seine Karriere hier beenden – aber natürlich mit der Möglichkeit zu gewinnen.“

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Sportliche Lage und Zeitdruck

Die sportlichen Aussichten sind jedoch aktuell nicht optimal. Red Bull ist hinter Mercedes und Ferrari nur die drittstärkste Kraft, Siege aus eigener Kraft sind selten. Allerdings zeigte sich nach einem großen Update-Paket beim Heimrennen in Österreich (neue Seitenkästen, Motorverkleidung) eine Aufwärtstendenz: Verstappen fuhr in zwei von drei Rennen aufs Podium. Dennoch wächst der Druck auf die Verhandler. Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz (34) und Oliver Mintzlaff sollen von der Hängepartie genervt sein, die sich seit Mitte Mai hinzieht. Verstappen sitzt am längeren Hebel und hat keinen Zeitdruck, doch beide Seiten sind an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert.

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