Heidel über Klopp: „Komplett alternativlos“ für den DFB
Heidel über Klopp: „Komplett alternativlos“ für DFB

Jürgen Klopp wird die deutsche Nationalmannschaft nach Überzeugung von Christian Heidel nicht nur taktisch neu ausrichten, sondern auch personell für Überraschungen sorgen. Heidel, der den 59-Jährigen einst beim FSV Mainz 05 entdeckte und vom aktiven Profi zum Trainer beförderte, gilt als einer der engsten Vertrauten des neuen Bundestrainers.

Im Gespräch mit BILDplus äußert sich der 63-jährige Mainz-Macher ungewöhnlich deutlich. Für den DFB sei Klopp „komplett alternativlos“, so Heidel. Zugleich rechnet er mit schmerzhaften Entscheidungen im Kader.

Eine besondere Beziehung zum Bundestrainer

Die Geschichte zwischen Christian Heidel und Jürgen Klopp begann in den 1990er-Jahren in Mainz. Heidel holte Klopp als Spieler, später machte er ihn zum Cheftrainer. Aus dieser Zeit stammt eine enge Vertrautheit, die bis heute hält. Laut Heidel hat Klopp bereits in Mainz, Dortmund und Liverpool gezeigt, wie er Mannschaften formt und weiterentwickelt.

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Diese Nähe macht die Einschätzungen des früheren Funktionärs besonders aufschlussreich. Er kennt die Stärken des Trainers, aber auch dessen Anspruch an Professionalität und Einsatzbereitschaft der Spieler.

„Komplett alternativlos“: Heidel lobt Klopp in den höchsten Tönen

Für Heidel steht außer Frage, dass der DFB mit Klopp die bestmögliche Lösung gefunden hat. Der 63-Jährige nennt den künftigen Bundestrainer „komplett alternativlos“ für den Deutschen Fußball-Bund. Klopp vereine taktische Kompetenz, emotionales Gespür und internationale Erfahrung, so Heidel. Er kenne den deutschen Fußball bestens, habe aber auch die Spielkultur des modernen Weltfußballs verinnerlicht.

Zudem sei Klopp in der Lage, eine Mannschaft trotz großer Erwartungen zu führen. Gerade bei Turnieren komme es darauf an, unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen. Genau das habe Klopp in seiner Karriere immer wieder bewiesen, betont Heidel.

„Da werden einige durchs Sieb fallen“

Doch der neue Bundestrainer werde nicht nur Begeisterung auslösen. Heidel erwartet, dass Klopp Entscheidungen treffen muss, die „richtig wehtun“. Nicht jeder heutige Nationalspieler könne seinen Platz sicher behalten. „Da werden einige durchs Sieb fallen“, prophezeit der Mainz-Macher.

Heidel macht deutlich, dass Klopp dabei keine Rücksicht auf Namen oder Status nehmen wird. Der 59-Jährige habe stets auf Leistung gesetzt – nicht auf Hierarchien. Für manche Stars der DFB-Auswahl könnte das eine unangenehme Überraschung werden.

Klopp als Machtfaktor beim DFB

Neben der sportlichen Leitung traut Heidel Klopp auch eine gewichtige Rolle hinter den Kulissen zu. Er sieht in ihm einen „Machtfaktor“, der klare Ansagen machen könne. Klopp sei nicht der Typ, der sich von Funktionären Vorschriften machen lasse.

Diese Haltung könnte Folgen für die Zusammenarbeit mit dem DFB-Präsidium haben. Heidel ist überzeugt, dass Klopp sich die Entscheidungshoheit über den Kader und die Trainingsarbeit sichern wird. Genau das sei notwendig, um die Nationalmannschaft wieder an die internationale Spitze zu bringen.

DFB muss Geduld mitbringen

Der frühere Mainz-Verantwortliche sieht indes auch eine Aufgabe für den Verband. Der DFB müsse Klopp Zeit geben, betont Heidel. Ein Umbau lasse sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Der neue Bundestrainer habe einen klaren Plan, benötige aber die volle Unterstützung aller Verantwortlichen.

Heidels Fazit fällt dennoch eindeutig aus: Für die deutsche Nationalmannschaft gibt es seiner Meinung nach keine bessere Lösung als Jürgen Klopp. Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell sich die erwarteten Veränderungen auf dem Platz bemerkbar machen.

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