Tour de France: Rekordtempo bei 11. Etappe – Pogačar staunt
Tour de France: Rekordtempo bei 11. Etappe

Die 11. Etappe der Tour de France 2026 zwischen Vichy und Nevers (161,3 Kilometer) ging als schnellste reguläre Etappe der Tour-Geschichte in die Annalen ein. Der Durchschnitt lag bei 50,91 Kilometern pro Stunde – so hoch wie nie zuvor bei einer Etappe ohne Prolog oder Einzelzeitfahren. Der bisherige Rekord stammte aus dem Jahr 1999, als Mario Cipollini die 4. Etappe mit 50,36 km/h gewann.

Pogačar nach Pinkelpause gefordert

Superstar Tadej Pogačar, der das Gelbe Trikot trägt, erlebte das hohe Tempo hautnah. Nach einer Pinkelpause musste er sich mächtig anstrengen, um wieder zum Peloton aufzuschließen. „Es war Wahnsinn“, sagte der viermalige Toursieger. „Ich dachte mir: Oh, heute werden wir tatsächlich schnell ins Ziel kommen.“ Das hohe Tempo sei nötig gewesen, um eine starke Ausreißergruppe zu kontrollieren, die den von vielen Teams gewünschten Massensprint verhindern wollte. „Deshalb muss das Tempo hoch sein“, erklärte Pogačar.

Überraschungssieger Wærenskjold

Am Ende setzten sich die Sprinter durch. Der Norweger Søren Wærenskjold nutzte seine vierte Sprintchance bei dieser Tour und feierte seinen ersten Etappensieg. Er siegte vor dem Niederländer Olav Kooij und dem Belgier Jasper Philipsen. Philipsen wurde zunächst durch eine Juryentscheidung auf Rang vier zurückgestuft, doch nach einem Einspruch seines Teams revidierte die Jury die Entscheidung. Philipsen zeigte sich erleichtert: „Ich war sehr enttäuscht, weil ich nicht wusste, was genau passiert sein soll. Klar war es ein hektischer Sprint, wie immer bei der Tour. Ich habe nichts mit Absicht getan oder falsch gemacht.“

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Deutsche Fahrer und Sturz von Zimmermann

Bester Deutscher wurde Pascal Ackermann als Neunter, Max Kanter belegte Platz 17. Georg Zimmermann war rund 30 Kilometer vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt, der sich an einer Verpflegungsstation ereignete. Fernsehbilder zeigten, wie er am Boden lag und von Rennärzten versorgt wurde. Er konnte später aufstehen und das Ziel erreichen. Die genaue Ursache des Unfalls blieb zunächst unklar.

Gesamtwertung unverändert

In der Gesamtwertung ergaben sich keine Veränderungen: Pogačar führt weiterhin vor Jonas Vingegaard (3:36 Minuten Rückstand) und Remco Evenepoel (knapp vier Minuten). Die 12. Etappe am Donnerstag startet in Magny-Cours bei Nevers, der berühmten Formel-1-Strecke, und führt über 179,1 Kilometer nach Chalon-sur-Saône. Auch hier werden die Sprinter gute Chancen haben, bevor die Bergetappen beginnen.

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