Berlin will sich um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele im Jahr 2040 bewerben. Der Berliner Senat beschloss die Olympia-Bewerbung am Dienstag. Das gab die regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) bekannt. Man sei überzeugt, dass Berlin als Sportstadt bereit für die Spiele sei.
Berlin sieht sich als ideale Olympiastadt
„Berlin ist eine Sportstadt mit einer großen Tradition. Wir haben die Infrastruktur, die Begeisterung und die Erfahrung, um großartige Spiele auszurichten“, sagte Giffey. Man wolle mit der Bewerbung ein Zeichen für den Sport und den Zusammenhalt in der Stadt setzen. Die Olympischen Spiele könnten ein Motor für die Stadtentwicklung sein.
Der Senat rechnet mit Kosten von rund 50 Millionen Euro für die Bewerbungsphase. Für die Spiele selbst müssten Investitionen in Milliardenhöhe getätigt werden. Allerdings erhofft man sich auch wirtschaftliche Impulse und eine Stärkung des Tourismus.
Bewerbung für 2036 oder 2040 möglich
Ursprünglich war eine Bewerbung für 2036 im Gespräch. Der Senat entschied sich nun aber für 2040. „Wir wollen die Spiele in einer Zeit ausrichten, die für uns realistisch und machbar ist“, erklärte Giffey. 2040 biete zudem die Möglichkeit, an die Tradition der Olympischen Spiele von 1936 in Berlin anzuknüpfen, aber mit einem modernen und weltoffenen Ansatz.
Kritik an der Bewerbung kommt von der Opposition und von Bürgerinitiativen. Sie befürchten hohe Kosten und eine unverhältnismäßige Belastung der Stadt. Der Senat betont dagegen, dass die Spiele nachhaltig und bürgernah geplant werden sollen.
Deutschland hat gute Chancen
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat das Bewerbungsverfahren reformiert. Nun können sich Städte bewerben, ohne dass hohe Hürden bestehen. Deutschland gilt als aussichtsreicher Kandidat, da es bereits mehrfach gezeigt hat, große Sportereignisse erfolgreich ausrichten zu können. Sollte Berlin den Zuschlag erhalten, wären es die ersten Olympischen Spiele in Deutschland seit München 1972.



