Olympia-Premiere: DSV-Duo wahrt kleine Medaillenchance - Neureuther zeigt sich angetan
Olympia: DSV-Duo wahrt Medaillenchance - Neureuther angetan

Olympia-Premiere der Team-Kombination: DSV-Duo bewahrt minimale Medaillenchance

Bei der historischen Olympia-Premiere der Team-Kombination im Ski Alpin hat der Italiener Giovanni Franzoni in der Abfahrt die Bestzeit erzielt. Die deutschen Skirennläufer Simon Jocher und Linus Straßer hegen im Medaillenrennen jedoch noch leise Hoffnungen, auch wenn ihre Ausgangsposition alles andere als ideal ist.

Jochers solide Leistung und die Herausforderung für Straßer

Simon Jocher gelang in der morgendlichen Abfahrt ein solides Rennen, dennoch schickt er seinen Teamkollegen Linus Straßer mit einem Rückstand von 1,05 Sekunden auf Rang drei in den entscheidenden Slalom am Nachmittag. „Ich wollte ihm gut vorlegen, ich denke, ich kann zufrieden sein. Aber er muss jetzt schon Gas geben. Ich drücke ihm alle Daumen“, kommentierte Jocher seine Leistung nach dem Rennen.

ARD-Experte Felix Neureuther zeigte sich beeindruckt von Jochers Auftritt: „Ich bin sehr froh mit dem Simon. Das war eine enorme Steigerung vom Rennen am Samstag auf heute – wirklich eine sehr große“, sagte der ehemalige Skirennläufer. Neureuther lobte insbesondere die technische Ausführung: „Blitzsauber. Das war schon stark. Mit der Startnummer drei war die Sicht noch nicht gut, es war noch dunkel.“ Bemerkenswert ist dieser Leistungssprung, da Jocher in der Spezialabfahrt am Samstag lediglich Rang 21 belegt hatte.

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Neureuther: „Grundsätzlich noch alles möglich“

Durch die deutliche Verbesserung am Montag sei im Kampf um Edelmetall „grundsätzlich noch alles möglich“, glaubt Neureuther. Der Experte sieht sogar einen möglichen psychologischen Vorteil in der aktuellen Ausgangslage: Straßer starte aus der Verfolgerposition mit weniger Druck und könne von Beginn an alles auf eine Karte setzen.

„Er kann mit der Einstellung ins Rennen gehen, alles riskieren zu müssen“, analysierte Neureuther weiter und fügte hinzu: „Ich bin jetzt schon nervös für den Nachmittag.“ Die Spannung vor dem entscheidenden Slalom-Lauf ist somit bereits spürbar hoch.

Internationale Konkurrenz bleibt in Schlagdistanz

Die internationale Konkurrenz präsentierte sich ebenfalls stark:

  • Italiener Giovanni Franzoni, der in der Spezialabfahrt am Samstag Silber gewann, fuhr die Bestzeit
  • Alexis Monney (Schweiz 3) lag nur 0,17 Sekunden zurück
  • Team Schweiz 1 mit Marco Odermatt und Slalom-Weltmeister Loic Meillard folgte mit +0,28 Sekunden
  • Abfahrts-Olympiasieger Franjo von Allmen erzielte die viertbeste Zeit

Die Schweizer Teams bleiben somit in unmittelbarer Schlagdistanz und stellen eine ernstzunehmende Konkurrenz für alle Medaillenaspiranten dar. Tanguy Nef übernimmt für von Allmen mit einem Rückstand von 0,42 Sekunden auf die führenden Italiener.

Das deutsche Duo steht somit vor einer großen Herausforderung, hat aber durch die positive Entwicklung Jochers und die spezifische Ausgangsposition von Straßer zumindest theoretische Chancen auf eine Überraschung. Der Nachmittag wird zeigen, ob aus der kleinen Medaillenchance am Ende tatsächlich Edelmetall werden kann.

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