Olympiasieger Langenhan kritisiert TV-Bilder: "Richtig schlechtes" Fernsehbild bei Olympia
Olympiasieger Langenhan kritisiert TV-Bilder bei Olympia

Olympiasieger Langenhan übt scharfe Kritik an TV-Übertragung

Max Langenhan, frischgebackener Olympiasieger im Rennrodeln, hat am Tag nach seinem Goldcoup in Cortina d'Ampezzo deutliche Worte für die Olympia-Broadcaster gefunden. Der Thüringer kritisierte das Fernsehbild während der Übertragungen im Eiskanal als "richtig schlechtes" Bild und zeigte sich unzufrieden mit der Darstellung entscheidender Passagen.

Schlüsselstellen fehlen im TV-Bild

"Wenn mehrere Kurven nicht gezeigt werden, die für uns Schlüsselstellen sind, ist das schon doof", sagte der 26-Jährige am Montag. Langenhan hofft, dass die Verantwortlichen die Übertragung zumindest für die Bob-Wettbewerbe verbessern: "So dieser ganze Charakter der Bahn durch dieses Fernsehbild eigentlich total verwaschen wurde."

Der Olympiasieger zeigte sich enttäuscht von der Qualität der Bilder: "Es ist ein bisschen traurig, wenn man die Chance hat und ein Haufen Geld vom Broadcast-Team investiert wird. Jedes Weltcup-Bild ist eigentlich zurzeit besser gewesen." Langenhan betonte jedoch, dass diese Entscheidungen nicht in seinen Händen liegen.

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Probleme auch bei Medaillenübergabe

Neben der TV-Übertragung kritisierte Langenhan auch die Organisation der Medaillenzeremonie. Die Medaillenübergabe ohne die traditionelle Medalplaza missfiel dem Athleten, der sich zudem über den engen Zeitplan nach seinem Triumph beschwerte.

"Mir wurden die Klamotten vom Leib gerissen", schilderte Langenhan die Situation. "Das war ein bisschen schade, weil man den Moment gar nicht genießen kann, weil ich nur rumgeschubst wurde bis ich irgendwann bei diesem Podium stand."

Goldcoup mit gemischten Gefühlen

Der Thüringer war am Sonntag im neu gebauten Cortina Sliding Centre überlegen zu seinem ersten Olympiasieg und der ersten Goldmedaille für das Team Deutschland in Norditalien gerast. Das Unternehmen Olympic Broadcasting Services (OBS) setzte dabei auf eine neue Methode für spektakulärere Bilder: Am Start wurden Langenhan und alle anderen Rodler von einer Drohne verfolgt.

Doch auch diese Innovation konnte den Olympiasieger nicht vollends überzeugen. Zwar bezeichnete Langenhan die Drohne als "cool", merkte aber kritisch an: "Die müssen einfach näher ran." Die technische Innovation allein reiche nicht aus, wenn die entscheidenden Momente des Wettkampfs nicht angemessen im Fernsehen gezeigt würden.

Langenhans Kritik wirft Fragen zur Qualität der Olympia-Übertragungen auf, besonders angesichts der hohen Investitionen in Broadcast-Technologien. Der Athlet betonte jedoch, dass trotz aller Unzulänglichkeiten der emotionale Wert seines Olympiasiegs ungetrübt bleibe.

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