Niedermaier verpasst Top Ten bei Frauen-Tour, Reusser siegt
Niedermaier verpasst Top Ten, Reusser siegt bei Frauen-Tour

Die deutsche Radsportlerin Antonia Niedermaier hat bei der zweiten Auflage der Frauen-Tour de France die Top Ten knapp verpasst. Im abschließenden Zeitfahren in Pau belegte die 20-Jährige vom Team Canyon-SRAM den elften Platz. Den Tagessieg sicherte sich die Schweizerin Marlen Reusser, die damit auch die Gesamtwertung für sich entschied. Reusser verwies im Kampf gegen die Uhr die Niederländerin Demi Vollering auf Rang zwei und krönte sich zur Gesamtsiegerin.

Reusser dominiert Zeitfahren und Gesamtwertung

Marlen Reusser, die amtierende Europameisterin im Einzelzeitfahren, zeigte auf dem 22,6 Kilometer langen Kurs in Pau eine beeindruckende Vorstellung. Sie absolvierte die Strecke in 30 Minuten und 43 Sekunden und war damit 21 Sekunden schneller als Vollering, die das Gelbe Trikot bis zum Finale getragen hatte. Reusser übernahm durch ihren Sieg auch die Führung in der Gesamtwertung und feierte ihren ersten Gesamtsieg bei der Frankreich-Rundfahrt.

Die 31-Jährige aus der Schweiz, die für das Team SD Worx fährt, hatte bereits am Vortag im Bergzeitfahren auf dem Tourmalet überzeugt und sich in eine aussichtsreiche Position gebracht. Mit ihrem Triumph in Pau krönte sie eine starke Woche, in der sie bereits den Prolog in Paris gewonnen hatte. Insgesamt sammelte sie drei Etappensiege bei dieser Tour.

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Niedermaier zeigt starke Leistung im Zeitfahren

Antonia Niedermaier, die als eine der größten deutschen Hoffnungen im Frauenradsport gilt, verpasste das Podest nur knapp. Im Zeitfahren von Pau benötigte sie für die Distanz 31 Minuten und 27 Sekunden. Damit lag sie 44 Sekunden hinter der Siegerin Reusser und verpasste die Top Ten um lediglich zwei Sekunden. Die Plätze acht bis zehn gingen an die Italienerin Elisa Longo Borghini, die Französin Juliette Labous und die Niederländerin Annemiek van Vleuten.

Für die 20-Jährige aus Rosenheim war es dennoch ein erfolgreiches Debüt bei der Tour de France Femmes. Sie zeigte über die gesamte Woche konstante Leistungen und konnte in der Gesamtwertung den zwölften Platz belegen. Damit unterstrich sie ihr großes Potenzial für die kommenden Jahre.

Gesamtwertung: Reusser vor Vollering und van Vleuten

In der Endabrechnung der Gesamtwertung setzte sich Marlen Reusser mit einer Gesamtzeit von 28 Stunden, 37 Minuten und 33 Sekunden durch. Demi Vollering, die zuvor das Gelbe Trikot getragen hatte, musste sich mit 35 Sekunden Rückstand begnügen und wurde Zweite. Den dritten Platz sicherte sich die niederländische Vorjahressiegerin Annemiek van Vleuten, die 1:02 Minuten Rückstand aufwies.

Die deutsche Meisterin Liane Lippert belegte den 18. Platz, während ihre Landsfrau Romy Kasper auf Rang 25 ins Ziel kam. Insgesamt waren acht deutsche Fahrerinnen bei der Tour am Start, die mit einem starken Niveau und spannenden Rennen überzeugen konnte.

Reaktionen und Ausblick

„Ich bin überglücklich. Das ist ein unglaublicher Moment für mich und mein Team. Wir haben hart dafür gearbeitet und jetzt hat sich alles ausgezahlt“, sagte Reusser nach ihrem Sieg. „Die Tour war sehr anspruchsvoll, aber ich habe mich jeden Tag besser gefühlt und konnte im Zeitfahren nochmal alles geben.“

Niedermaier zeigte sich ebenfalls zufrieden mit ihrer Leistung: „Es war eine tolle Erfahrung, hier bei der Tour zu fahren. Ich habe viel gelernt und weiß, woran ich arbeiten muss. Der elfte Platz im Zeitfahren motiviert mich für die Zukunft.“

Die Tour de France Femmes hat sich in ihrer zweiten Auflage als fester Bestandteil des internationalen Radsportkalenders etabliert. Mit einer anspruchsvollen Strecke, die mehrere Bergankünfte und ein Zeitfahren beinhaltete, bot sie den Fahrerinnen eine große sportliche Herausforderung und den Zuschauern packende Rennen.

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