Tadej Pogacar hat Geschichte geschrieben: Der 27-jährige Slowene gewann am Sonntag zum fünften Mal die Tour de France und zog damit mit den fünf Rekordsiegern Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Eddy Merckx und Miguel Indurain gleich. Auf der verkürzten Schlussetappe in Paris verteidigte er souverän das Gelbe Trikot und krönte sich zum zweiten Mal in Folge zum Champion. Der Triumph unterstreicht seine Dominanz im modernen Radsport und festigt seinen Status als einer der größten Fahrer aller Zeiten.
Spektakuläres Finale auf den Champs-Élysées
Die 21. Etappe der diesjährigen Tour de France war auf 88,7 Kilometer verkürzt worden, bot aber ein hochdramatisches Finale. Auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées setzte sich Mathieu van der Poel (Niederlande) vom Team Alpecin-Premier Tech im Massensprint durch. Er verwies Jasper Philipsen (Belgien/Alpecin-Premier Tech) und Mads Pedersen (Dänemark/Lidl-Trek) auf die Plätze zwei und drei. Der Deutsche Max Kanter (Cottbus/XDS Astana) wurde Vierter und verpasste das Podium nur knapp.
Pogacar schließt zu den Legenden auf
Mit seinem fünften Gesamtsieg erreicht Pogacar die Bestmarke der fünf Rekordsieger. Zuvor hatten lediglich Anquetil (1957, 1961–1964), Hinault (1978, 1979, 1981, 1982, 1985), Merckx (1969–1972, 1974) und Indurain (1991–1995) diese Anzahl an Tour-Triumphen vorzuweisen. Der Slowene, der 2020 erstmals die Frankreich-Rundfahrt gewann, dominiert die Konkurrenz seit Jahren. Kritiker loben seine Vielseitigkeit und taktische Klugheit, die ihn zu einem würdigen Mitglied dieses exklusiven Clubs machen.
Bedeutung für den Radsport
Pogacars fünfter Sieg ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern auch ein Signal für die aktuelle Generation. Der 27-Jährige könnte in den kommenden Jahren die alleinige Rekordmarke von fünf Siegen übertreffen. Radsport-Experten sehen in ihm den dominantesten Fahrer seit Eddy Merckx. Sein Team UAE Team Emirates feierte den Erfolg als kollektive Leistung. Die Tour de France 2026 wird als die Ausgabe in Erinnerung bleiben, in der Pogacar endgültig zu den Größten aufstieg.
Deutsche Fahrer im Rennen
Neben Max Kanter, der mit seinem vierten Platz auf der Schlussetappe überzeugte, zeigten auch andere deutsche Fahrer gute Leistungen. Der Cottbuser Sprintstratege bewies einmal mehr seine Klasse auf den letzten Kilometern. Die deutschen Hoffnungen im Kampf um das Gelbe Trikot erfüllten sich jedoch nicht – Pogacar war in seiner eigenen Liga unterwegs. Dennoch bleibt der deutsche Radsport optimistisch für die Zukunft.



