Toursieg für den Superstar: Pogacar schreibt Rad-Geschichte!
Pogacar holt fünften Toursieg – Geschichte geschrieben

Der 26. Juli 2026 ist ein Tag für die Geschichtsbücher des Radsports. Als fünfter Profi gewinnt Tadej Pogacar (27) zum fünften Mal die Tour de France und stellt sich damit auf eine Stufe mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Keiner der anderen vier war bei seinem fünften Triumph so jung wie der Slowene.

Pogacar: „Ich bin sprachlos“

„Was für ein unglaublicher Tag, ich bin sprachlos. Eine unglaubliche Atmosphäre! Ich bin froh, dass es vorbei ist und wir zum fünften Mal gewonnen haben. Siebenmal die Tour, siebenmal auf dem Podium, das kann man in kein Drehbuch schreiben. Das ist auch für mich unglaublich. Das Wichtigste ist, dass du genießt, was du tust. Wenn du an dich glaubst, kannst du deine Träume wahrmachen“, sagte Pogacar nach der Etappe.

Verkürzte Schlussetappe wegen Waldbränden

Auf 89 Kilometer wurde die 21. und letzte Etappe mit Start und Ziel auf der Champs-Élysées verkürzt. In Paris fehlten Polizisten, um die ursprünglich geplante Strecke vom Vorort Thoiry in die Hauptstadt abzusichern – sie waren in den Südwesten Frankreichs beordert, wo verheerende Waldbrände bekämpft wurden. Der Anstieg zur Basilika Sacré-Cœur blieb jedoch im Programm und sorgte erneut für eine kultige Atmosphäre, die an die Olympischen Spiele 2024 erinnerte. Tausende Zuschauer säumten die Strecke, begleitet von den traditionellen Tänzerinnen des Moulin Rouge.

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Van der Poel gewinnt letzte Etappe

Die prestigeträchtigste Etappe der Rundfahrt gewann der Niederländer Mathieu van der Poel (31). Wenige Kilometer vor dem Ziel war er gemeinsam mit Pogacar ausgerissen, doch beide wurden 50 Meter vor dem Ziel eingeholt. Pogacar wurde auf Rang 30 durchgereicht, van der Poel rettete seinen zweiten Etappensieg um Zentimeter über die Linie. „Letztes Jahr war ich krank und musste die Etappe im Fernsehen schauen. Jetzt gewinne ich, das ist ein Traum“, kommentierte van der Poel.

Weitere Wertungen und deutscher Fahrer

Das Sprinttrikot sicherte sich Mads Pedersen (30) vom Team Lidl Trek. Bester Bergfahrer wurde Richard Carapaz (33) aus Ecuador. Das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers, das im Vorjahr Florian Lipowitz trug, ging an den Mexikaner Isaac del Toro (22) aus Pogacars Team UAE Emirates. In der Mannschaftswertung triumphierte Lidl Trek – das erste deutsche Team auf dem Podest, jedoch ohne deutschen Fahrer im Aufgebot. Bester Deutscher der Rundfahrt war der Deutsche Meister Felix Engelhardt (25) auf Rang 70.

Pogacars nächste Ziele

Möglicherweise wird Pogacar bald wieder in Aktion sein. Dem spanischen König Felipe VI. soll er die Zusage gegeben haben, ab dem 22. August bei der Vuelta zu starten – die Spanien-Rundfahrt fehlt noch in seiner Siegessammlung. Pogacar selbst hielt sich bedeckt: „Lasst mich erstmal den Tag heute genießen.“

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