Der dänische Radprofi Jonas Vingegaard hat den Auftakt der 111. Tour de France in Barcelona für sich entschieden und sich damit das erste Gelbe Trikot gesichert. Der 29-jährige zweimalige Tour-Champion war beim Mannschaftszeitfahren über 19,6 Kilometer der schnellste Fahrer seines Visma-Teams und setzte ein erstes Ausrufezeichen im Kampf um den Gesamtsieg. Am Ende hatte der Giro-Sieger acht Sekunden Vorsprung auf den Italiener Filippo Ganna vom Team Ineos.
Pogacar und Evenepoel im Hintertreffen
Der slowenische Topfavorit Tadej Pogacar landete mit seinem Team UAE auf dem dritten Rang, zwölf Sekunden hinter Vingegaard. Der Belgier Remco Evenepoel, der seinen deutschen Teamkollegen Florian Lipowitz knapp zwei Kilometer vor dem Ziel abhängte, wurde Fünfter mit einem Rückstand von 15 Sekunden. Anders als bei früheren Mannschaftszeitfahren der Tour wurde die Zeit bei allen Fahrern einzeln genommen, sodass die individuellen Leistungen direkt vergleichbar waren.
Strecke und Ausblick
Die Strecke in Barcelona begann flach, endete jedoch mit zwei kurzen, aber knackigen Anstiegen, die den Zeitfahrern alles abverlangten. Vingegaard nutzte seine Stärken in den Rampen optimal aus und legte den Grundstein für den Sieg. Die Tour geht am Sonntag mit einer weiteren Etappe in und um Barcelona weiter. Auch diese weist ein hügeliges Finale mit mehreren Bergwertungen und einem kurzen Anstieg zum Ziel auf. Größere Zeitabstände werden jedoch noch nicht erwartet. Die Rundfahrt endet traditionell am 26. Juli in Paris.
Bedeutung des Auftakts
Der Sieg im Mannschaftszeitfahren ist ein wichtiger psychologischer Vorteil für Vingegaard und sein Visma-Team. „Es war ein perfekter Start für uns“, sagte Vingegaard nach dem Rennen. „Das Team hat fantastisch gearbeitet, und ich konnte meine Form direkt unter Beweis stellen.“ Pogacar zeigte sich hingegen gelassen: „Es ist erst der erste Tag, wir haben noch viele Chancen, Zeit gutzumachen.“ Die Konkurrenz bleibt also spannend, und die nächsten Tage werden zeigen, ob Vingegaard seine Führung verteidigen kann.



