Keilwerth-Schwestern holen Weltmeistertitel im Synchronschwimmen
Keilwerth-Schwestern sind Weltmeister im Synchronschwimmen

Die Synchronschwimmerinnen Sarah und Sophia Keilwerth aus Augsburg haben bei der Weltmeisterschaft in Doha den Titel gewonnen. Die 24 und 22 Jahre alten Schwestern setzten sich in der Kür mit einer überzeugenden Vorstellung gegen die Konkurrenz durch. Es ist der erste Weltmeistertitel für das Duo, das bisher vor allem bei Europameisterschaften auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Überraschungssieg in Doha

In einem packenden Finale verwiesen die Keilwerth-Schwestern die favorisierten Teams aus China und Japan auf die Plätze zwei und drei. Mit einer Gesamtpunktzahl von 91,2345 Punkten sicherten sie sich Gold, während die Chinesinnen 90,1234 und die Japanerinnen 89,5678 Punkte erzielten. Die deutschen Schwestern zeigten eine fehlerfreie Kür, die die Jury mit hohen Noten für Ausführung und Schwierigkeit belohnte.

„Wir haben einfach unser Bestes gegeben und sind überglücklich, dass es gereicht hat. Wir haben hart trainiert und wollten zeigen, was wir können“, sagte Sarah Keilwerth nach dem Wettkampf. Ihre Schwester Sophia ergänzte: „Die Konkurrenz war stark, aber wir haben an uns geglaubt. Dieser Titel bedeutet uns alles.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Trainer und Verband zeigen sich begeistert

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) zeigte sich nach dem Erfolg hoch erfreut. „Das ist ein historischer Erfolg für den deutschen Synchronschwimmsport. Sarah und Sophia haben sich diesen Titel mit jahrelanger harter Arbeit verdient“, erklärte Bundestrainerin Petra Schmidt. Auch Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber gratulierte den Schwestern: „Wir sind stolz auf Sarah und Sophia. Sie sind Vorbilder für viele junge Sportlerinnen in unserer Stadt.“

Die Keilwerth-Schwestern trainieren seit ihrem fünften Lebensjahr zusammen. Ihr Weg an die Weltspitze war geprägt von Disziplin und Entbehrungen. Täglich trainieren sie bis zu sechs Stunden im Wasser und zusätzlich im Kraftraum. „Wir haben viele Opfer gebracht, aber es hat sich gelohnt“, so Sophia Keilwerth.

Bedeutung für den deutschen Sport

Der Weltmeistertitel ist ein Signal für den deutschen Synchronschwimmsport, der in den letzten Jahren international kaum noch eine Rolle spielte. Die letzte deutsche Medaille bei einer Weltmeisterschaft in dieser Disziplin liegt über zwanzig Jahre zurück. Der Erfolg der Keilwerth-Schwestern könnte nun neue Begeisterung auslösen und den Sport in Deutschland populärer machen.

Die beiden Augsburgerinnen haben sich bereits für die Olympischen Spiele 2024 in Paris qualifiziert. Dort wollen sie an ihre starke Leistung anknüpfen und eine weitere Medaille gewinnen. „Unser großes Ziel ist eine olympische Medaille. Wir werden weiter hart arbeiten, um uns zu verbessern“, kündigte Sarah Keilwerth an.

Reaktionen aus der Heimat

In ihrer Heimatstadt Augsburg wurde der Erfolg mit großer Freude aufgenommen. Im Augsburger Stadtteil Kriegshaber, wo die Schwestern aufgewachsen sind, hängen nun Banner mit Glückwünschen. Der örtliche Schwimmverein, bei dem sie ihre Karriere begannen, organisierte eine kleine Feierstunde. „Wir sind unbeschreiblich stolz. Sie haben gezeigt, dass man mit Fleiß und Talent alles erreichen kann“, sagte ihr erster Trainer, Michael Huber.

Die Keilwerth-Schwestern sind die ersten deutschen Weltmeisterinnen im Synchronschwimmen seit 1982. Damals holte das Duo Gudrun und Beate Häusler den Titel. Nun knüpfen Sarah und Sophia an diesen historischen Erfolg an und schreiben selbst Geschichte.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration