Wellbrock holt EM-Gold im Freiwasserschwwimmen
Wellbrock gewinnt EM-Gold im Freiwasser

Florian Wellbrock hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Belgrad die Goldmedaille über 10 Kilometer im Freiwasser gewonnen. Der 26-jährige Olympiasieger setzte sich am Donnerstag in der serbischen Hauptstadt souverän durch und verwies seine Konkurrenz auf die Plätze. Für den gebürtigen Bremer ist es der erste EM-Titel im Freiwasser über diese Distanz.

Starker Auftritt in Belgrad

Wellbrock, der bereits bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold über 10 Kilometer geholt hatte, zeigte auch in Belgrad eine beeindruckende Vorstellung. Er kontrollierte das Rennen von Beginn an und setzte sich auf der letzten Runde entscheidend ab. Am Ende hatte er einen Vorsprung von mehreren Sekunden auf den zweitplatzierten Italiener Domenico Acerenza. Bronze ging an den Franzosen Logan Fontaine.

Die Bedingungen in der Save waren anspruchsvoll: Wassertemperatur knapp über 20 Grad, leichte Strömung und ein welliges Fahrwasser. Wellbrock ließ sich davon nicht beeindrucken und schwamm taktisch klug. „Ich bin sehr glücklich über diese Medaille. Es war ein hartes Rennen, aber ich habe mich stark gefühlt und konnte meine Erfahrung ausspielen“, sagte der Athlet vom SC Magdeburg nach dem Zieleinlauf.

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Kontinuität auf höchstem Niveau

Der Erfolg von Belgrad reiht sich ein in eine Serie konstanter Leistungen des Deutschen. Erst im vergangenen Jahr wurde Wellbrock Weltmeister über 10 Kilometer in Fukuoka. Zudem hält er die deutschen Rekorde über 800 und 1500 Meter Freistil in der Halle. Bei der EM in Belgrad startet er auch über die längeren Freistilstrecken im Becken, wo er als Mitfavorit gilt.

Die Konkurrenz war in Belgrad stark besetzt: Neben Acerenza und Fontaine waren auch der Ungar Kristóf Rasovszky, der bei der WM 2022 gewann, und der Franzose Marc-Antoine Olivier am Start. Wellbrock setzte sich jedoch bereits früh an die Spitze und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. „Er hat ein unglaubliches Rennen gemacht. Er war zu jeder Zeit voll konzentriert und hat die richtigen Entscheidungen getroffen“, lobte Bundestrainer Bernd Berkhahn.

Bedeutung für Olympia 2024

Der EM-Titel ist für Wellbrock auch ein wichtiges Signal im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Dort will der 26-Jährige seine Goldmedaille von Tokio verteidigen. Die Konkurrenz ist groß, doch Wellbrock zeigt, dass er zu den Besten der Welt gehört. „Das gibt mir viel Selbstvertrauen für die kommenden Monate. Ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, erklärte er.

Die Schwimm-EM in Belgrad dauert noch bis zum 24. Juni. Neben den Freiwasserentscheidungen stehen auch zahlreiche Beckenwettbewerbe auf dem Programm. Wellbrock wird in den kommenden Tagen über 800 und 1500 Meter Freistil an den Start gehen. Dort trifft er unter anderem auf den ukrainischen Weltmeister Mychajlo Romantschuk und den Italiener Gregorio Paltrinieri.

Reaktionen und Ausblick

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) gratulierte Wellbrock umgehend. „Florian hat einmal mehr gezeigt, dass er zu den absoluten Top-Athleten im Freiwasserschwimmen gehört. Wir sind stolz auf diese Leistung“, sagte DSV-Sportdirektor Thomas Lurz. Auch in den sozialen Medien wurde der Erfolg gefeiert. Wellbrock selbst richtete den Blick direkt nach vorne: „Jetzt heißt es erstmal regenerieren, dann fokussiere ich mich auf die nächsten Rennen.“

Mit dem Gold in Belgrad untermauert Wellbrock seine Position als Aushängeschild des deutschen Schwimmsports. Die Konkurrenz ist gewarnt: Wer in Paris auf der 10-Kilometer-Strecke triumphieren will, muss an Florian Wellbrock vorbeikommen.

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