Alexandra Eala hat als erste Tennisspielerin von den Philippinen ein Turnier auf der WTA-Tour gewonnen. Die 21-Jährige setzte sich im Finale von Washington D.C. gegen die Lokalmatadorin Jessica Pegula mit 4:6, 6:4, 6:0 durch und wurde danach von ihren Emotionen übermannt. Auf dem Platz brach sie in Tränen aus, ließ dann einen Urschrei los und bedankte sich bei ihren Fans.
Emotionaler Sieg und historischer Erfolg
„Vielen Dank an alle meine Fans, besonders an die philippinische Community hier in D.C., zu Hause und wo auch immer ihr auf der Welt seid“, sagte Eala nach dem Match. „Ich spüre wirklich all eure Liebe.“ Die Linkshänderin besiegte auf dem Weg zum Titel mit Leylah Fernandez, Elina Switolina und Pegula nacheinander die drei topgesetzten Spielerinnen des Turniers.
In ihrer Heimat löste der Triumph großen Jubel aus. Die 117 Millionen Filipinos feiern ihre neue Tennis-Queen. „Alex, die Riesentöterin“, titelte das „Manila Bulletin“ und sprach von einer „Sensation“. Eala hatte bereits im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als sie in Wimbledon in der dritten Runde die polnische Titelverteidigerin Iga Swiatek besiegte.
Wegbereiter Nadal und Ranglisten-Sprung
Schon vor acht Jahren zog Eala mit ihrem Bruder Michael nach Mallorca, um in der Academy von Rafael Nadal zu trainieren. Der 22-malige Grand-Slam-Sieger gratulierte ihr prompt in den sozialen Medien: „Was für eine unglaubliche Woche in Washington. Eine wohlverdiente Trophäe für all die harte Arbeit.“
Mit dem Sieg kletterte Eala in der Weltrangliste auf Platz 20. Bei den US Open Ende August gehört sie nun zum erweiterten Favoritenkreis. In ihrer Siegesrede richtete sie sich auf Filipino an ihre Anhänger: „Maraming salamat, mga kababayan“ – Vielen Dank, liebe Landsleute.



