Metallsplitter beim Ironman Hamburg: Polizei prüft Sabotage
Metallsplitter beim Ironman Hamburg: Sabotageverdacht

Bei dem Ironman-Wettkampf in Hamburg sind am Sonntagvormittag zahlreiche Teilnehmer durch Metallsplitter auf der Radstrecke ausgebremst worden. Die Polizei prüft nun Hinweise auf eine mögliche Sabotage. Nach übereinstimmenden Berichten mussten bis zu 150 Triathletinnen und Triathleten ihre Fahrt unterbrechen, nachdem kleine Metallteile die Reifen ihrer Rennräder beschädigt hatten. Die millimetergroßen Splitter wurden im Stadtteil Kirchwerder entdeckt.

Polizei spricht von Spekulationen

Das „Hamburger Abendblatt“ und mehrere Sportmedien berichteten von einem mutmaßlichen Anschlag. Ein Polizeisprecher bezeichnete diese Mutmaßungen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch als „Spekulation“. Die Ermittlungen laufen. Betroffen von dem Vorfall waren offenbar keine Teilnehmer des Profifeldes. Im Rahmen des Ironman wird auch der Europameistertitel der Frauen vergeben.

Proteste im Vorfeld

Bereits vor dem Wettkampf hatte es Proteste von Anwohnern gegen die Großveranstaltung gegeben. Auf Plakaten an Hauswänden waren Sprüche wie „Ihr raubt uns unsere Freiheit“ zu lesen. Ein lokaler Beschluss in Hamburg-Bergedorf hatte im vergangenen Jahr zu einer Streckenänderung geführt, um eine befürchtete „Einkesselung“ des Bezirks zu vermeiden. Erste Probleme beim Radwettkampf waren bereits im Livestream aufgefallen, kurz darauf kursierten Berichte über mutwillig ausgebrachte Metallsplitter.

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Kritik von Athleten

Unter den Sportlern sorgte der Vorfall für scharfe Kritik. Der mehrfache Ironman-Weltmeister Jan Frodeno sagte dem NDR: „Es ist nicht nur der Ironman, sondern es sind allgemein die Radveranstaltungen, die da scheinbar nicht willkommen sind. Man muss sich überlegen, wie man in Zukunft damit umgeht.“ Er fügte hinzu: „Ich finde es nur extrem schade, weil die Leute eigentlich ein Signal gegen die Veranstaltung senden wollen. Aber hier sind Athleten betroffen, die sich teilweise jahrelang vorbereiten. Das jemandem wegzunehmen, weil man mal ein paar Stunden nicht raus kann, ist zu viel.“

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