Google führt eine neue Funktion für Android-Backups ein, die Nutzern mehr Kontrolle über ihre gesicherten Daten gibt. Statt wie bisher nur den gesamten Speicherbedarf aller Apps anzuzeigen, soll künftig eine detaillierte Liste mit jeder einzelnen Anwendung erscheinen. Die drei Apps mit dem größten Datenvolumen werden ganz oben aufgeführt, über den Button „Mehr anzeigen“ lässt sich die vollständige Übersicht öffnen.
Individuelle Steuerung pro App
Die Liste dient nicht nur der Information: Für jede App kann der Nutzer einzeln festlegen, ob ihre Daten in das Google-Backup aufgenommen werden. Schaltet man den Regler für eine App aus, weist Android darauf hin, dass die bereits gespeicherten Daten dieser Anwendung aus dem Google-Konto entfernt werden und ab sofort nicht mehr gesichert werden. Diese Möglichkeit gibt Anwendern deutlich mehr Einfluss auf ihre persönlichen Daten und erlaubt es, bestimmte Apps gezielt vom Backup auszuschließen.
Zugriff über die Google-Dienste
Laut dem Online-Magazin „9to5Google“ ist die neue Option über den Pfad „Google-Dienste“, „Sicherung“ und dann „Sicherungsdetails“ erreichbar. Dort findet sich die Liste aller Apps mit den entsprechenden Schaltern. Getestet wurde die Funktion auf Pixel-Smartphones mit Android 16 und Android 17 sowie den Google-Play-Diensten in Version 26.24 – hier war die App-Auswahl bereits sichtbar.
Einschränkungen und Verfügbarkeit
Trotz der Neuerung bleiben einige Backup-Bereiche weiterhin gemeinsam gespeichert und nicht einzeln wählbar. Dazu zählen SMS und MMS, der Anrufverlauf sowie Geräteeinstellungen. Auf überprüften Samsung-Geräten war die Funktion noch nicht verfügbar. Wann weitere Android-Smartphones die neue Backup-Steuerung erhalten, ist bislang nicht bekannt. Google scheint die Funktion schrittweise auszurollen, beginnend mit den eigenen Pixel-Geräten.



