Der US-Technologiekonzern Apple hat am Mittwoch nach langer Wartezeit die Genehmigung der chinesischen Behörden erhalten, seine Künstliche-Intelligenz-Funktionen „Apple Intelligence“ in China einzuführen. Das könnte dem iPhone-Hersteller im wettbewerbsintensivsten Smartphone-Markt der Welt neuen Auftrieb verleihen.
Genehmigung durch die chinesische Cyberspace-Aufsicht
Die chinesische Cyberspace-Aufsichtsbehörde (CAC) nahm Apples KI-Angebot am Mittwoch in die Liste zugelassener Anbieter auf – gemeinsam mit neuen KI-Diensten der chinesischen Konkurrenten Huawei und Xiaomi. Apple hatte seine KI-Funktionen erstmals vor zwei Jahren vorgestellt. Sie umfassen Werkzeuge zum Schreiben von Texten, zur Bildgenerierung, zum Zusammenfassen von Benachrichtigungen sowie zur Erstellung individueller Emojis.
Anpassungen für den chinesischen Markt
Um die Genehmigung in China zu erhalten, musste Apple daran einige Änderungen vornehmen. Anders als in den meisten Ländern arbeitet Apple zudem nicht mit dem KI-Entwickler OpenAI zusammen, sondern mit den chinesischen Tech-Konzernen Alibaba und Baidu. Denn in China müssen sich generative KI-Dienste der Zensur der Cyberaufsicht CAC unterwerfen.
Zensur und politische Vorgaben
Besonders sensible politische Themen wie die Eigenständigkeit des Inselstaats Taiwan, den China als Teil des eigenen Staatsgebiets ansieht, die gewaltsame Niederschlagung der Demokratiebewegung am Tiananmen-Platz im Jahr 1989 oder die staatliche Unterdrückung der Uiguren-Minderheit in der Provinz Xinjiang unterliegen dabei strengen Vorgaben: KI-Antworten dürfen nur die offizielle chinesische Position enthalten. Andere US-Konzerne wie OpenAI sind dazu nicht bereit, deshalb sind ihre Dienste in China nicht verfügbar.



