Microsoft erweitert die Rückwärtskompatibilität seiner ersten Xbox-Generation und bringt ausgewählte Klassiker direkt auf moderne Windows-11-PCs. Mit dem neuen Programm „Xbox Backward Compatibility on PC“ können erste Original-Xbox-Spiele ohne Emulator auf dem PC gespielt werden. Die Titel lassen sich wie moderne Games über den Microsoft Store herunterladen und installieren.
Vier Klassiker zum Start
Zum Auftakt stehen vier bekannte Xbox-Klassiker bereit: „BLiNX: The Time Sweeper“, „Conker: Live and Reloaded“, „Crimson Skies – High Road to Revenge“ und „Fuzion Frenzy“. Jedes Spiel kostet regulär rund 9,99 Euro. Besitzer eines Game-Pass-Abonnements können sofort loslegen. Wer die unterstützten Spiele bereits digital für Xbox besitzt und sie mit seinem Microsoft-Konto verknüpft hat, muss sie nicht erneut kaufen – die vorhandene Lizenz gilt auch auf dem PC.
Technische Verbesserungen für moderne Hardware
Microsoft belässt es nicht bei einer reinen Portierung. Die Klassiker erhalten zahlreiche technische Verbesserungen: höhere Auflösungen mit bis zu vierfacher Skalierung, Unterstützung für VSync sowie Fenster- und Vollbildmodus. Auch erweitertes Anti-Aliasing, anisotrope Filterung sowie individuelle Audio- und Spracheinstellungen gehören zum Paket. Dadurch sollen die Spiele deutlich besser aussehen und sich komfortabler bedienen lassen als auf der ursprünglichen Xbox-Hardware.
Erfolge und weitere Funktionen geplant
Noch im Laufe des Jahres will Microsoft ausgewählten Original-Xbox-Spielen erstmals Achievements spendieren. Auch die vier jetzt veröffentlichten Titel sollen in den kommenden Monaten nachträglich Erfolgssysteme erhalten. Zusätzlich können die Spiele über Xbox Play Anywhere und Xbox Cloud Gaming auf weiteren kompatiblen Geräten genutzt werden. Damit wächst die Verbindung zwischen Xbox und Windows weiter zusammen.
Voraussetzungen und Systemanforderungen
Die technischen Anforderungen fallen vergleichsweise niedrig aus. Benötigt werden Windows 11, ein Prozessor auf dem Niveau eines Intel Core i3-10300 oder AMD Ryzen 3 3100, mindestens 8 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine Grafikkarte der Leistungsklasse Nvidia GTX 950, Radeon RX 550 oder Intel Arc A310. Damit dürften viele aktuelle Notebooks und Gaming-Handhelds die Voraussetzungen problemlos erfüllen.
Ein wichtiges Signal für den Erhalt alter Spiele
Noch ist offen, wie viele der insgesamt 990 Spiele der ersten Xbox-Generation langfristig auf den PC kommen werden. Microsoft macht jedoch deutlich, dass die aktuelle Auswahl nur der Anfang sein soll. In Zeiten, in denen große Spielefirmen zunehmend den Zugang zu alten Games versperren und konservatorische Anliegen torpedieren, wie zuletzt in den USA und der EU zu sehen war, ist dieser Schritt von Microsoft begrüßenswert. Er zeigt, dass Xbox und PC immer näher zusammenrücken – erste Details zur nächsten Konsolengeneration unter dem Projektnamen „Helix“ deuten ebenfalls auf eine weitere Verschmelzung der Plattformen hin.



