Airwallex: Bezahlbutton verschwindet in drei Jahren – KI-Agenten übernehmen
Bezahlbutton verschwindet in drei Jahren – KI-Agenten übernehmen

Das australische Fintech Airwallex drängt mit einem Milliardenbudget nach Europa. Deutschlandchef Tom Sellin prognostiziert im Podcast „Finance Forward“ das Ende des Bezahlbuttons: „Payment an sich wird in den nächsten drei Jahren komplett invisibel werden“, so Sellin. Kunden müssten dann keine Kreditkartennummern mehr eintippen oder sich bei PayPal anmelden, weil KI-Agenten den gesamten Bezahlvorgang automatisch abwickeln.

Airwallex setzt auf Infrastruktur im Agenten-Zeitalter

Sellin, der seit November 2025 den deutschen Markt für Airwallex aufbaut, sieht die traditionellen Zahlungsdienste unter Druck. „Eine direkte Kundenbindung wird deshalb immer wichtiger“, erklärt er. Airwallex positioniert sich als Gewinner dieser Entwicklung: „Unsere Wette ist, dass wir als Teil der Finanzinfrastruktur dahinter all diese Dinge ermöglichen.“ Das 2015 in Melbourne gegründete Unternehmen wird mit rund 12 Milliarden Dollar bewertet und versteht sich als „Finanzbetriebssystem“ für international wachsende Firmen. Es bündelt Konto, Währungsumtausch, Zahlungsakzeptanz, Ausgabenmanagement und Rechnungsstellung auf einer Plattform und konkurriert mit etablierten Anbietern wie Wise, Stripe und Adyen.

Milliardeninvestition für Europa-Expansion

Für die Expansion in Europa, den Nahen Osten und Afrika hat Airwallex mehr als eine Milliarde Dollar bis 2030 reserviert. Allein 31 Millionen Euro sollen nach Deutschland fließen. Sellin erläutert im Podcast die Strategie, mit der Airwallex die Deutschen überzeugen will, und erklärt, warum er trotz Skepsis ein „Riesenfan“ der europäischen PayPal-Alternative Wero ist.

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