Der IT-Konzern IBM hat seine Wachstumsziele für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Grund sind enttäuschende Geschäftszahlen im zweiten Quartal, die bereits unter den gesenkten Analystenerwartungen lagen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wird der Umsatz im Jahr 2026 voraussichtlich nur um vier bis fünf Prozent zulegen, statt der ursprünglich prognostizierten mehr als fünf Prozent.
IBM-Aktie erholt sich nach historischem Einbruch
Trotz der negativen Nachrichten legte die IBM-Aktie im nachbörslichen Handel an der Wall Street um zwei Prozent zu. Dies folgte auf einen dramatischen Kurssturz: Nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse war die Aktie um fast ein Viertel eingebrochen – der stärkste Rückgang seit 100 Jahren. IBM hatte den Umsatz im zweiten Quartal zwar um ein Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar gesteigert, jedoch die Erwartungen der Analysten verfehlt.
Großrechnergeschäft bricht um 42 Prozent ein
Ein wesentlicher Grund für die schwache Performance war das Geschäft mit Großrechnern, das im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent schrumpfte. IBM-Finanzchef James Kavanaugh betonte jedoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters, es gebe keine Anzeichen, dass Kunden sich von dieser Technologie abkehrten. „Wir rechnen mit einer deutlichen Erholung in der zweiten Jahreshälfte“, so Kavanaugh.
IBM-Chef Arvind Krishna hatte zuvor erläutert, dass Kunden Ende Juni ihre Budgets kurzfristig auf Server und Speicher umgeschichtet hätten. Sie wollten sich angesichts drohender Preiserhöhungen schwer verfügbare Hardware sichern. Zudem seien die Käufer durch branchenweite Sorgen über die Cybersicherheit abgelenkt gewesen.
Ausblick und Erwartungen
Die gesenkte Jahresprognose zeigt, dass IBM weiterhin mit Herausforderungen in seinem traditionellen Hardwaregeschäft kämpft. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz, um das Wachstum anzukurbeln. Ob die erhoffte Erholung im Großrechnergeschäft eintritt, bleibt abzuwarten. Analysten werden die Entwicklung in den kommenden Monaten genau beobachten.



