Mercedes testet KI-gestütztes Schlagloch-Meldesystem in Pilotprojekt
Mercedes testet KI-Schlagloch-Meldesystem

Mercedes-Benz erprobt in einem Pilotprojekt eine neuartige Funktion, die Schlaglöcher automatisch erkennt und speichert. Die Technologie nutzt künstliche Intelligenz und die vorhandenen Sensoren der Fahrzeuge, um Straßenschäden zu identifizieren und in einer Cloud zu erfassen. Ziel ist es, andere Verkehrsteilnehmer in Echtzeit zu warnen und so Fahrkomfort sowie Sicherheit zu erhöhen.

So funktioniert das Schlagloch-Memory

Das System analysiert während der Fahrt kontinuierlich die Daten von Kameras, Radar und Fahrwerkssensoren. Erkennt die KI ein Schlagloch, wird dessen Position mit hoher Genauigkeit bestimmt und an eine zentrale Datenbank übermittelt. Andere Mercedes-Fahrzeuge in der Nähe erhalten dann eine Warnmeldung, noch bevor sie die Schadstelle erreichen. Die Informationen können auch für Straßenbaubehörden aufbereitet werden, um Reparaturen zu priorisieren.

„Unser Ziel ist es, die Straßenqualität für alle zu verbessern, indem wir Schäden in Echtzeit erfassen und melden“, erklärte ein Mercedes-Sprecher. Das Pilotprojekt läuft zunächst in ausgewählten Regionen Deutschlands. Bisher sind nur Fahrzeuge der aktuellen Generation mit dem erforderlichen Sensorpaket eingebunden.

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Vorteile für Fahrer und Infrastruktur

Für Autofahrer bedeutet die Technologie weniger Überraschungen und geringeres Risiko von Reifenschäden oder Felgenbrüchen. Zudem können Navigationssysteme die Route dynamisch anpassen, um besonders schlaglochreiche Abschnitte zu meiden. Langfristig erhofft sich Mercedes, dass die gesammelten Daten Kommunen helfen, ihre Straßeninstandhaltung effizienter zu planen. „Aus ersten Tests geht hervor, dass die Erkennungsrate bei über 90 Prozent liegt“, so der Sprecher weiter.

Das Projekt ist Teil der Mercedes-Strategie zur vernetzten Mobilität. Ähnliche Ansätze verfolgen auch andere Hersteller, doch Mercedes ist nach eigenen Angaben der erste, der eine flächendeckende, cloudbasierte Lösung im Serienumfeld testet. Ein Starttermin für die Serieneinführung steht noch nicht fest. Die gesammelten Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung ein.

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