Windows 11: Cloud-Wiederherstellung ohne USB-Stick von Microsoft getestet
Windows 11: Cloud-Wiederherstellung ohne USB-Stick getestet

Microsoft verbessert den Wiederherstellungsprozess für Windows 11 grundlegend. Statt wie bisher auf einen USB-Stick angewiesen zu sein, testet der Konzern eine Cloudneuerstellung, die das Betriebssystem und alle erforderlichen Treiber direkt aus Windows Update bezieht. Die Funktion mit dem Namen „Cloud rebuilt“ wurde für Tester der Insider Preview angekündigt und soll PCs auch dann wiederherstellen, wenn Windows nicht mehr bootfähig ist.

So funktioniert die Cloud-Wiederherstellung

Die neue Cloudneuerstellung läuft über die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE). Laut dem offiziellen Windows-Blog setzt sie den „PC auf einen sauberen, funktionsfähigen Zustand“ zurück. Dabei wird nicht nur Windows 11 neu geladen, sondern auch die nötigen Gerätetreiber kommen über Windows Update auf den Rechner. Nach Abschluss des Vorgangs soll der PC direkt nutzbar sein – ein zusätzliches USB-Medium ist im Normalfall nicht erforderlich.

Microsoft betont, dass die Funktion auch dann greift, wenn Windows nicht mehr startet und die normale Wiederherstellung scheitert. Allerdings lassen sich dabei keine Apps oder persönlichen Dateien behalten; es handelt sich um eine vollständige Neuinstallation.

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Unterschied zum bisherigen Zurücksetzen

Windows 11 bietet bereits die Funktion „Diesen PC zurücksetzen“, die Windows teilweise aus der Cloud neu laden kann. Diese Methode setzt jedoch voraus, dass die vorhandene Windows-Wiederherstellung noch funktioniert. Zudem gibt es Optionen wie „Eigene Dateien beibehalten“ oder „Alles entfernen“. Die neue Cloudneuerstellung greift tiefer und ist für Fälle gedacht, in denen das System nicht mehr bootfähig ist.

Verfügbarkeit und wichtige Hinweise

Microsoft verteilt die Cloudneuerstellung ab Build 26300.8772 der Windows 11 Insider Preview. Sie erscheint im Experimental-Kanal und wird über die Windows-Wiederherstellungsumgebung gestartet. Eine detaillierte Anleitung stellt Microsoft auf seiner Learn-Plattform bereit.

Wichtig ist der Hinweis des Unternehmens: Der PC darf während des Vorgangs nicht neu gestartet oder ausgeschaltet werden – solange Windows die Installation „vorbereitet, herunterlädt oder installiert“. Andernfalls kann der PC unter Umständen nicht mehr in WinRE starten, sodass wieder nur die Neuinstallation per USB-Medium bleibt.

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