Elektroautos bleiben in Sachsen-Anhalt weiterhin Ladenhüter. Im ersten Halbjahr 2026 waren lediglich 18,5 Prozent aller neu zugelassenen Autos reine Elektrofahrzeuge. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervor. Damit belegt das Bundesland im Ländervergleich den vorletzten Platz – nur in Hamburg fiel der Anteil noch geringer aus. Insgesamt wurden von Januar bis Juni 23.442 Autos neu zugelassen, davon 4.331 batterieelektrische Fahrzeuge (BEV). Inklusive Plug-in-Hybriden lag der Anteil der Fahrzeuge mit Stecker bei rund 26,4 Prozent.
Bundesweiter Trend und Spitzenreiter
Bundesweit betrug der Elektroauto-Anteil an den Neuzulassungen im ersten Halbjahr 24,8 Prozent. Spitzenreiter war Rheinland-Pfalz mit knapp 30 Prozent, gefolgt von Schleswig-Holstein (29,4 Prozent) und Baden-Württemberg (28,3 Prozent). Auch innerhalb Ostdeutschlands schneidet Sachsen-Anhalt vergleichsweise schwach ab. In Thüringen lag der Elektroauto-Anteil bei 20,1 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 20,3 Prozent, in Brandenburg bei 23,7 Prozent. Sachsen kam auf 19,0 Prozent und lag damit nur knapp vor Sachsen-Anhalt.
Gründe für den Aufschwung
Generell erleben Elektroautos in Deutschland derzeit einen Aufschwung. Dazu tragen neben dem verbesserten Modellangebot auch die neue Förderung des Bundes und die hohen Preise für Benzin und Diesel bei. Ob sich der Trend in Sachsen-Anhalt fortsetzt, bleibt abzuwarten. Die Landesregierung hat angekündigt, den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter voranzutreiben.



