Riccardo Simonetti wird Opfer von KI-Fake-Werbung in Wohnzimmer
KI-Fake: Simonetti unfreiwillig Werbefigur

Riccardo Simonetti ist unfreiwillig zur Werbefigur geworden – als täuschend echte KI-Fälschung. „Ich sitze in meinem Wohnzimmer und habe so ein Produkt beworben und das war einfach eins zu eins AI-Fake“, sagte der 33-jährige Moderator und Autor im dpa-Interview. „Es sah wirklich so aus, dass ganz viele Menschen das geglaubt haben.“

Soziale Medien im Wandel

Simonetti beklagt die Veränderung der sozialen Medien. Während Nutzer etwa die Plattform Myspace noch individualisieren konnten, sei es mittlerweile so, dass alle dieselben Trends mitmachten. „Deine Videos werden nur noch ausgespielt, wenn du dieselbe Musik benutzt, dieselben Reels machst wie jeder andere“, erklärte er. „Algorithmen sehen dich nur, wenn du das machst, was alle machen. Jeder versucht nur noch eine Kopie von jemand anderem zu sein.“

Palina Rojinski: Algorithmen sind gefährlich

Simonetti bringt bald einen neuen Videopodcast heraus, gemeinsam mit Palina Rojinski. Die erste Folge des Spotify-Formats „Saus & Applaus“ erscheint am Freitag, den 17. Juli. „Ich finde auch, dass Algorithmen einfach auch sehr gefährlich sind“, sagte Rojinski. Sie könnten dazu beitragen, dass sich Sichtweisen verengen. Wer ein- oder zweimal Videos zu einem bestimmten Thema anschaue, bekomme anschließend nur noch Inhalte präsentiert, die dieselbe Perspektive widerspiegelten.

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Regulierungsbedarf bei Algorithmen

Rojinski glaubt, es sei leicht, in Fallen zu geraten und „wirklich nicht gut recherchierte Videos als bare Münze zu nehmen“. Ihrer Ansicht nach bräuchte es Regulierungen. Die beiden Prominenten teilen ihre Erfahrungen mit KI-Fakes und algorithmischer Filterblasen, um auf die Risiken unkontrollierter Technologien aufmerksam zu machen.

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