Skoda hat mit dem Peaq sein bislang größtes und luxuriösestes Elektro-SUV vorgestellt. Das 4,87 Meter lange Fahrzeug bietet Platz für bis zu sieben Passagiere, eine WLTP-Reichweite von über 640 Kilometern und startet bei einem Preis von 49.900 Euro. Die Enthüllung fand auf einer historischen Bergstation in 1.100 Metern Höhe über dem Genfer See statt – ein symbolträchtiger Ort, denn der Name Peaq soll einen Gipfelpunkt markieren.
Maße und Platzangebot
Mit einer Länge von 4,87 Metern überragt der Peaq den bisherigen Spitzenreiter Kodiaq um 17 Zentimeter. Der Radstand von 2,97 Metern verspricht großzügige Innenraumverhältnisse. Tatsächlich können auch in der dritten Reihe Personen bis zu einer Größe von etwa 1,75 Metern auf Kurzstrecken einigermaßen bequem sitzen. Der Zustieg wird durch um 15 Zentimeter verschiebbare Sitze in der zweiten Reihe erleichtert. Vorne und in der zweiten Reihe herrscht laut Skoda „Lounge-Atmosphäre“ mit reichlich Bewegungsfreiheit.
Der Kofferraum fasst bei fünfsitziger Konfiguration bis zu 935 Liter, als Siebensitzer sind es noch 299 Liter. Zusätzlich gibt es einen vorderen Kofferraum (Frunk) mit 35 Litern Volumen für Kleinteile.
Innenraum und Ausstattung
Das Interieur macht einen hochwertigen Eindruck. Das zentrale 13,6-Zoll-Touchdisplay im Hochformat wird von echten Tasten für die Klimatisierung und einer Lautstärkewalze ergänzt. Ein zehn Zoll großes digitales Kombiinstrument und ein optionales Augmented-Reality-Head-up-Display runden das digitale Erlebnis ab. Neu ist ein digitaler Fahrzeugschlüssel.
Zur Serienausstattung gehören ein beheiztes Multifunktionslenkrad, eine individuell einstellbare Ambientebeleuchtung, optionale Massagesitze und ein Sonos-Soundsystem. Diese Extras sind im Maxx-Paket für 6.720 Euro enthalten, das auch ein adaptives Fahrwerk umfasst. Die dritte Sitzreihe kostet optional 990 Euro.
Antriebe und Reichweite
Drei Antriebsvarianten stehen zur Wahl: Der Peaq 60 mit 150 kW/204 PS und einem 63-kWh-Akku, der Peaq 90 mit 210 kW/286 PS und Heckantrieb sowie der Allradler Peaq 90x mit 220 kW/299 PS. Die 90er-Modelle nutzen eine 91-kWh-Batterie, die mit bis zu 190 kW geladen werden kann. Der kleinere Akku lädt mit maximal 160 kW und soll eine Reichweite von bis zu 456 Kilometern ermöglichen.
Die WLTP-Reichweite des Peaq 90 beträgt 642 Kilometer, der Allradler kommt auf 609 Kilometer. Beide schaffen den Ladehub von zehn auf 80 Prozent in unter 30 Minuten. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h liegt zwischen 7,1 und 6,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt jeweils 180 km/h. Der Normverbrauch liegt zwischen 14,9 und 18,6 kWh/100 km – dank eines cW-Werts von 0,249.
Assistenzsysteme und Innovationen
Der Peaq bietet zehn Airbags serienmäßig und optional den Travel Assist 3.0, den Skoda als „das derzeit fortschrittlichste Assistenzsystem in einem Skoda-Modell“ bezeichnet. Das Infotainment basiert auf Android. Eine 25-Watt-Ladestation für zwei Smartphones ist beleuchtet. Zu den „Simply Clever“-Details gehören ein kleiner Klapptisch, ein Staufach an der Rückseite der Mittelkonsole, ein Displayreiniger und ein Handbesen.
Erstmals bei Skoda kommen Scheibenwischer mit integrierten Spritzdüsen zum Einsatz. Das Außendesign folgt dem „Modern Solid“-Stil mit klaren Linien, T-förmigen Leuchten und einer hohen Schulterlinie. Das größte je in einem Skoda verbaute Panoramadach ist optional. Überraschend sind die versenkten, elektrisch ausfahrbaren Türgriffe, die ab Januar 2027 in China aus Sicherheitsgründen verboten sind.
Preise und Verfügbarkeit
Der Peaq Selection 60 startet bei 49.900 Euro, der Peaq 90 kostet 57.900 Euro und der Peaq 90x 60.400 Euro. Die sportlicheren Sportline-Versionen liegen zwischen 54.800 und 65.300 Euro. Sie zeichnen sich durch glänzend schwarze Exterieur-Details, serienmäßige Matrix-LED-Scheinwerfer und ein beleuchtetes „Gesicht“ aus. Im Innenraum gibt es schwarze Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und ein Dreispeichen-Sportlenkrad. Die Bestellbücher sind geöffnet, die ersten Auslieferungen sind für Herbst 2026 geplant.



