Kuba erneut von landesweitem Strom-Blackout lahmgelegt
Kuba: Erneuter Strom-Blackout legt Insel lahm

In Kuba ist das Stromnetz erneut landesweit zusammengebrochen. Wie die staatliche Stromgesellschaft UNE auf der Plattform X mitteilte, wird die Ursache des vollständigen Ausfalls derzeit untersucht. Der erneute Blackout legte die gesamte Karibikinsel lahm und verschärft die ohnehin prekäre Lage in dem sozialistischen Land.

Tägliche Stromausfälle als Normalität

Kuba steckt in einer schweren Wirtschafts- und Energiekrise. Täglich kommt es zu teils stundenlangen Stromausfällen, die den Alltag der Bevölkerung massiv beeinträchtigen. Die veraltete Infrastruktur und der Mangel an Investitionen führen dazu, dass Kraftwerke immer wieder ausfallen und nur notdürftig repariert werden können.

Die Regierung in Havanna macht die US-Sanktionen für die Krise verantwortlich. Besonders das von US-Präsident Donald Trump verhängte Ölembargo gegen Kuba setzt das Land unter Druck. Washington versucht mit wirtschaftlichen Sanktionen, eine politische und wirtschaftliche Öffnung Kubas zu erzwingen.

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Infrastruktur in desolatem Zustand

Allerdings ist das kubanische Stromnetz auch aufgrund jahrzehntelanger mangelnder Investitionen stark angeschlagen. Große Teile der Anlagen sind veraltet und in schlechtem Zustand. Die ständigen Ausfälle belasten die Wirtschaft und die Bevölkerung gleichermaßen.

Der aktuelle Blackout ist nicht der erste seiner Art in diesem Jahr. Bereits im Oktober 2024 war das gesamte Stromnetz Kubas zusammengebrochen. Damals dauerte es mehrere Tage, bis die Stromversorgung wiederhergestellt war. Die Behörden hoffen, die Ursache diesmal schneller zu finden und zu beheben.

Auswirkungen auf die Bevölkerung

Die täglichen Stromausfälle haben weitreichende Folgen für die Kubaner. Kühlketten für Lebensmittel und Medikamente sind unterbrochen, die Wasserversorgung ist beeinträchtigt, und viele Unternehmen müssen ihren Betrieb einstellen. Die Stimmung in der Bevölkerung ist angespannt, und die Unzufriedenheit mit der Regierung wächst.

Internationale Beobachter fordern eine nachhaltige Lösung der Energiekrise. Dazu gehören Investitionen in erneuerbare Energien und die Modernisierung der Stromnetze. Bislang fehlen jedoch die finanziellen Mittel, und die US-Sanktionen erschweren den Zugang zu Technologie und Ersatzteilen.

Die kubanische Regierung setzt auf internationale Solidarität und kritisiert die US-Politik scharf. Ob und wann die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt sein wird, ist derzeit unklar. Die Behörden arbeiten nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Behebung der Störung.

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