In Deutschland ist in den Monaten Mai und Juni so viel Strom aus Solarenergie gewonnen worden wie nie zuvor. Wie aus einer Analyse der Energie-Denkfabrik Ember hervorgeht, lag der Anteil der Sonnenkraft am deutschen Strommix im Mai bei 33 Prozent und im Juni bei 36 Prozent. Auch auf EU-Ebene wurde ein neuer Höchstwert erreicht: Im Juni stammte ein Viertel des Stroms aus Solarenergie – ebenfalls so viel wie noch nie, so Ember.
Sonnenenergie erstmals wichtigste Stromquelle der EU
Laut Ember war die Sonnenenergie im Juni die größte einzelne Stromquelle der Europäischen Union – noch vor Kernenergie mit 21 Prozent, Erdgas mit 15 Prozent, Windkraft mit 14 Prozent und Wasserkraft mit 12 Prozent. Lediglich acht Prozent des EU-Stroms stammten aus Kohle. Damit war Solarenergie erst zum dritten Mal überhaupt die wichtigste Stromquelle der EU – nach Juni 2025 und Mai 2026.
Rasant gewachsen in fünf Jahren
Der Rekord ist das Ergebnis eines außergewöhnlich starken Wachstums der vergangenen fünf Jahre. Im Juni 2021 stammten den Angaben zufolge nur zehn Prozent des EU-Stroms aus Solarenergie. Die aktuelle Rekordproduktion fiel mit einer vergleichsweise hohen Stromnachfrage in den beiden Monaten zusammen, die unter anderem auf den steigenden Kühlbedarf infolge außergewöhnlicher Hitzewellen zurückzuführen ist.
„Gleichzeitig trug Solarenergie dazu bei, die Stromversorgung aufrechtzuerhalten, während andere Energiequellen unter den heißen und windarmen Wetterbedingungen an ihre Grenzen stießen“, heißt es in der Analyse von Ember. Die Denkfabrik betont die Bedeutung der Sonnenenergie für die Stabilität des Stromnetzes in Zeiten extremer Wetterereignisse.



