Mobiler Router im Urlaub: Besser als Handy-Hotspot?
Mobiler Router: Besser als Handy-Hotspot im Urlaub?

Ein mobiler Router ist im Urlaub oft die bessere Wahl als der klassische Handy-Hotspot. Während das Smartphone für kurze E-Mail-Checks im Hotelzimmer ausreicht, stoßen Reisende mit mehreren Geräten oder Personen schnell an Grenzen. Ein mobiler Router baut ein eigenes WLAN auf, das unabhängig vom Smartphone funktioniert. Benötigt werden lediglich Mobilfunkempfang und eine passende SIM-Karte.

TP-Link M8550: Der 5G-Allrounder für Familien und Berufstätige

Der TP-Link M8550 ist eine leistungsfähige Lösung für Familien, Reisegruppen und mobiles Arbeiten. Mit Wi-Fi 6E verteilt der Router die Verbindung auf drei Frequenzbereiche und erreicht theoretische 5G-Geschwindigkeiten von bis zu 3,4 Gbit/s. Ein LAN-Anschluss ermöglicht zudem stabile Kabelverbindungen für Laptop, Fernseher oder Spielekonsole. Im Vergleichstest bei chip.de fuhr der M8550 den Testsieg ein. Das Fachmagazin lobte die WLAN-Leistung und den großen Funktionsumfang. Auch Computer Bild vergab die Note „gut“ (1,6) und kürte ihn zum Preis-Leistungs-Sieger. Mit Touchscreen, austauschbarem Akku und schnellen Übertragungsraten bietet er ein rundes Gesamtpaket. Der Akku hielt im Test knapp neun Stunden durch. Anschlüsse umfassen Gigabit-LAN, USB-C und Antennenbuchsen. Der Router unterstützt bis zu 32 gleichzeitige Geräte.

Wann ein mobiler Router besser ist als der Handy-Hotspot

Der größte Vorteil mobiler Router zeigt sich bei Familien und Reisegruppen. Statt mehrere Geräte über verschiedene Smartphones zu versorgen, verbinden sich alle mit demselben Netzwerk. Die Zugangsdaten müssen nur einmal hinterlegt werden, und das WLAN bleibt bestehen, wenn ein Familienmitglied mit seinem Handy die Unterkunft verlässt. Je nach Modell lassen sich 16, 32 oder sogar 64 Geräte gleichzeitig verbinden. Auch für längere Zug- und Autofahrten, Campingurlaube oder eine Workation kann ein Router sinnvoll sein. Das Smartphone bleibt so für Navigation, Fotos und Telefonate verfügbar, während der Router die Internetverbindung übernimmt. Gleichzeitig kann das Gerät dort platziert werden, wo der Mobilfunkempfang am besten ist – etwa am Fenster der Ferienwohnung oder an einer erhöhten Position im Wohnmobil. Das schont den Smartphone-Akku und verlängert das eigene Datenvolumen, sodass auch bei längeren Trips genug Puffer für Navigation, Notfälle und mehr bleibt.

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Huawei E5586-326: Günstige LTE-Lösung für gelegentliche Nutzung

Der Huawei E5586-326 ist die einfache Alternative für gelegentliches Surfen im Urlaub. Er kostet nur einen Bruchteil der 5G-Modelle und ist mit 83 Gramm deutlich leichter. Chip führt den mobilen Router deshalb als Preistipp und bewertet seine Mobilität mit „sehr gut“. Der austauschbare Akku hielt im Test rund siebeneinhalb Stunden durch. Beim Tempo und bei der Ausstattung sind jedoch deutliche Abstriche nötig. Der Router unterstützt lediglich LTE und funkt laut Chip über den älteren Wi-Fi-4-Standard. Gemessen wurden 92 Mbit/s im Download innerhalb des WLAN-Netzes. Für Nachrichten, normales Surfen oder gelegentliches Videostreaming kann das genügen. Für große Downloads, mehrere parallele Streams oder eine Workation ist ein 5G-Modell die bessere Wahl. Der Router bietet USB-C, aber kein Display und keinen LAN-Anschluss. Er unterstützt bis zu 16 verbundene Geräte.

Netgear Nighthawk M7 Pro: High-End-Router mit Wi-Fi 7

Der Netgear Nighthawk M7 Pro ist die High-End-Variante für besonders hohe Ansprüche – allerdings auch zu einem hohen Preis von knapp 800 Euro. Der mobile Router unterstützt den aktuellen Standard Wi-Fi 7, besitzt einen großen Touchscreen und kann bis zu 64 Geräte versorgen. Der austauschbare Akku hielt im Chip-Test (Note 1,7, „gut“) mehr als 13 Stunden durch. Computer Bild vergab die starke Note 1,5 und lobte die sehr hohe WLAN-Leistung, die Ausstattung und die einfache Bedienung. Chip ermittelte bis zu 617 Mbit/s im WLAN-Download. Die theoretische 5G-Geschwindigkeit beträgt bis zu 6 Gbit/s. Funktionen wie ein VPN-Server, WPS und eine passende Smartphone-App fehlen jedoch. Anschlüsse umfassen 2,5-Gigabit-LAN, USB-C und Antennenanschlüsse.

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Fazit: Mobiler Router lohnt sich vor allem für mehrere Geräte

Ein mobiler Router ist kein Muss für jeden Urlaub, kann aber deutlich komfortabler sein als der Hotspot des Smartphones. Besonders Familien, Reisegruppen und Berufstätige profitieren davon, dass mehrere Geräte dauerhaft über ein gemeinsames WLAN verbunden bleiben. Gleichzeitig wird der Smartphone-Akku geschont, und die Internetverbindung steht auch dann weiter, wenn das Handy die Unterkunft verlässt. Welche Preisklasse sinnvoll ist, hängt vor allem vom Einsatz ab. Für gelegentliches Surfen reicht ein einfacher LTE-Router. Wer regelmäßig streamt, arbeitet oder mehrere Personen gleichzeitig versorgen möchte, fährt mit einem 5G-Modell besser. High-End-Geräte lohnen sich dagegen nur bei sehr hohen Ansprüchen, langen Reisen oder als flexible Internetlösung für Wohnmobil und Ferienhaus.