Online-Trading-Betrug: 24 Opfer, 1,17 Mio. Euro Schaden
Online-Trading-Betrug: 24 Opfer, 1,17 Mio. Euro

Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg hat Anklage gegen eine 61-jährige Frau aus Schweden erhoben. Ihr wird vorgeworfen, eine Bande unterstützt zu haben, die mit gefälschten Online-Trading-Plattformen 24 Menschen in ganz Deutschland um mehr als eine Million Euro betrogen haben soll. Die Behörde teilte mit, dass die Verdächtige Beihilfe zum banden- und gewerbsmäßigen Betrug in fünf Fällen geleistet haben soll.

Opfer aus sieben Bundesländern

Die Geschädigten stammen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstein. Sie investierten Geld in vermeintliche Finanzprodukte auf professionell gestalteten Internetplattformen. Die Plattformen simulierten fiktive Handelsgewinne, um die Anleger zu täuschen. Tatsächlich wurden jedoch keine Gewinne ausgezahlt. Die Bande soll die eingezahlten Gelder in Höhe von insgesamt 1,17 Millionen Euro für sich behalten haben.

Struktur der Betrugsbande

Laut Ermittlungen schlossen sich mehrere Personen spätestens 2018 zusammen, um die Betrugstaten zu begehen. Sie betrieben die Plattformen und wickelten die Geldflüsse über zahlreiche Firmenkonten im In- und Ausland ab. Die 61-jährige Schwedin soll dabei eine zentrale Rolle gespielt haben: Sie trat von 2021 bis 2023 als formelle Geschäftsführerin oder Verfügungsberechtigte auf und half bei der Einrichtung der Firmenstrukturen und Konten. Dafür erhielt sie über Jahre Zahlungen von rund 100.000 Euro.

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Auslieferung und Haft

Die Frau wurde im März aus Schweden nach Deutschland ausgeliefert und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Das Landgericht Mannheim muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Zur Staatsangehörigkeit der Verdächtigen machte die Behörde keine Angaben.

Der Fall zeigt die Gefahren von Online-Investitionen. Die Ermittler warnen vor scheinbar lukrativen Angeboten, die oft auf betrügerischen Plattformen basieren. Betroffene sollten sich an die Polizei wenden und keine Zahlungen auf verdächtige Konten leisten.

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