Meta-Aktie fällt: Wall Street skeptisch gegenüber Zuckerbergs KI-Investitionen
Meta-Aktie fällt wegen KI-Ausgaben

Meta-Aktie unter Druck: Anleger zweifeln an KI-Strategie

Trotz milliardenschwerer Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) stößt Meta-Chef Mark Zuckerberg bei der Wall Street auf Skepsis. Die Aktie des Facebook-Konzerns fiel nach Vorlage der Quartalszahlen um rund sieben Prozent. Grund waren enttäuschende Gewinnerwartungen im abgelaufenen Quartal sowie eine verhaltene Umsatzprognose für das laufende Vierteljahr.

Höhere Investitionen, aber keine Euphorie

Meta hob das untere Ende der Spanne für die geplanten Investitionen in KI-Infrastruktur von 125 auf 130 Milliarden Dollar an. Die Obergrenze blieb unverändert bei 145 Milliarden Dollar. Im Jahr 2025 hatte der Konzern rund 72 Milliarden Dollar für den KI-Ausbau ausgegeben. Zuckerberg verfolgt das Ziel, im Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz Rivalen wie OpenAI, Google und Elon Musks Firma xAI zu überholen – selbst wenn dabei Überkapazitäten bei Rechenzentren entstehen. Experten und Anleger bezweifeln jedoch, ob sich die Ausgaben amortisieren lassen.

Zuckerberg betonte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass das Angebot an Rechenleistung derzeit nicht annähernd die Nachfrage decke. Er deutete erneut an, dass Meta überschüssige Kapazitäten an andere Unternehmen verkaufen könnte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Werbegeschäft finanziert KI-Expansion

Die Einnahmen aus dem boomenden Werbegeschäft liefern weiterhin die Mittel für die KI-Offensive. Im vergangenen Quartal steigerte Meta den Umsatz um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn sank jedoch um 14 Prozent auf rund 15,85 Milliarden Dollar. Grund dafür waren unter anderem Rückstellungen in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar für Rechtsstreitigkeiten, darunter mehrere US-Klagen, die Meta einen unzureichenden Schutz junger Nutzer vorwerfen.

Das Ergebnis pro Aktie – eine wichtige Kennzahl für Investoren – lag bei 6,18 Dollar, während Analysten im Schnitt 7,22 Dollar erwartet hatten. Für das laufende Vierteljahr prognostiziert Meta einen Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden Dollar; Analysten hatten mit rund 63 Milliarden Dollar gerechnet.

Nutzerwachstum und Ausblick

Die Nutzerzahlen der Meta-Apps blieben stabil: 3,6 Milliarden Menschen nutzten zuletzt mindestens eine der Anwendungen des Konzerns, darunter Facebook, WhatsApp, Instagram und die Twitter-Alternative Threads. Im Vorquartal waren es 3,56 Milliarden Nutzer gewesen. Der Konzern sieht sich trotz der Skepsis der Börse gut aufgestellt, um von der wachsenden Nachfrage nach KI-Diensten zu profitieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration