Das Weltraumunternehmen Blue Origin des Amazon-Gründers Jeff Bezos hat erstmals externes Kapital eingesammelt. Wie die „New York Times“ und der Sender CNBC am Mittwoch berichteten, beteiligten sich Geldgeber mit zehn Milliarden Dollar an dem Unternehmen. Damit steigt die Bewertung des SpaceX-Rivalen auf 130 Milliarden Dollar.
Milliardenfinanzierung durch Coatue und Bezos
Der Vermögensverwalter Coatue steuert den Angaben zufolge vier Milliarden Dollar zur Finanzierungsrunde bei. Weitere zwei Milliarden Dollar stammen von Firmengründer Jeff Bezos selbst. Blue Origin war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Rückschlag durch Raketenexplosion
Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen musste vor wenigen Wochen einen schweren Rückschlag hinnehmen: Bei einem Test explodierte die riesige „New Glenn“-Rakete am Boden und beschädigte die Startrampe schwer. Die Reparaturen laufen, und noch vor Jahresende sollen die Raketenstarts wieder aufgenommen werden.
Wettbewerb mit SpaceX um Mondlandefähre
Blue Origin konkurriert mit SpaceX um den Bau einer Mondlandefähre für das „Artemis“-Programm der Nasa. Die US-Raumfahrtbehörde plant, 2028 erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen auf den Mond zu bringen. Zudem baut Bezos mit „Amazon Leo“ ein eigenes Netzwerk von Kommunikationssatelliten auf, um der SpaceX-Tochter Starlink Marktanteile abzunehmen.



