Kurz vor dem geplanten Börsengang hat das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX einen milliardenschweren Vertrag mit dem Internetkonzern Google abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Google monatlich 920 Millionen Dollar (knapp 800 Millionen Euro) für den Zugriff auf einen riesigen KI-Chip-Cluster von SpaceX zahlt. Dies geht aus den Unterlagen für den Börsengang hervor, die das Unternehmen von Techmilliardär Elon Musk veröffentlicht hat.
Details des Mega-Deals
Der Vertrag wurde am Freitag unterzeichnet und läuft bis Juni 2029. Über die gesamte Laufzeit könnte Google somit rund 30 Milliarden Dollar an SpaceX zahlen. Allerdings enthält die Vereinbarung eine Klausel, die beiden Parteien unter bestimmten Bedingungen und mit einer Vorlaufzeit den Ausstieg ermöglicht. Ab Oktober soll Google den vollen monatlichen Betrag entrichten; bis dahin gilt eine reduzierte Gebühr für die Nutzung der immensen Rechenkapazitäten.
Börsengang am 12. Juni
Elon Musk plant, SpaceX am 12. Juni an die Technologiebörse Nasdaq zu bringen. Insidern zufolge soll der Aktienpreis bei 135 Dollar liegen. Das Unternehmen wolle rund 555 Millionen Aktien zu diesem Kurs platzieren, um etwa 75 Milliarden Dollar einzunehmen. Die angestrebte Gesamtbewertung liegt bei 1,75 Billionen Dollar. Um die große Fangemeinde des Milliardärs einzubinden, sollen bis zu 30 Prozent der Papiere an Privatanleger gehen. Dies wäre der größte Börsengang der Geschichte.
Finanzielle Lage und Geschäftsfelder
Trotz des Mega-Deals schrieb SpaceX zuletzt einen Milliardenverlust, vor allem aufgrund von Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz (KI). Das Unternehmen hat jedoch lukrative Verträge mit der US-Raumfahrtagentur Nasa für seine Trägerraketen. Den Großteil des Umsatzes erzielt SpaceX jedoch mit dem Satelliten-Netzwerk Starlink, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht. Der Prospekt gewährt erstmals einen detaillierten Einblick in den Weltkonzern und zeigt, wie stark die Macht auf Gründer Elon Musk zugeschnitten ist.



