Nothing streicht Jobs und restrukturiert – Marktrückzug dementiert
Nothing streicht Jobs und restrukturiert

Der Londoner Smartphone-Hersteller Nothing steht unter Druck und reagiert mit tiefgreifenden Veränderungen. Das Unternehmen, bekannt für sein transparentes Design und begrenzte Verkaufszahlen, bestätigt einen Stellenabbau und eine Umstrukturierung der internationalen Geschäfte. Gleichzeitig weist es Berichte zurück, wonach es sich aus mehreren Märkten zurückziehen wolle.

Bericht über Marktrückzug sorgt für Aufsehen

Das indische Tech-Magazin „Digit“ hatte berichtet, Nothing plane, „12 oder mehr globale Märkte“ im Mittleren Osten, Japan und Europa zu verlassen. Mitgründer und Indien-Chef Akis Evangelidis widersprach diesen Angaben auf der Plattform X. Seine Aussage ist eindeutig: „Wir werden uns aus keinem Markt zurückziehen.“ Zugleich bestätigt er, dass Nothing seine Strukturen verändert, um effizienter arbeiten zu können. Evangelidis erklärt: „Dazu führen wir dedizierte Geschäftseinheiten ein … und fassen einzelne Länder zu regionalen Hubs zusammen, damit wir wesentlich effizienter agieren können.“

Stellenabbau in Forschung und Entwicklung

Laut „Digit“ sollen weltweit etwa 40 Prozent der Stellen gestrichen werden, in der Forschung und Entwicklung sogar noch mehr. Evangelidis nennt diese Zahlen „übertrieben“, bestätigt jedoch, dass Nothing aktuell Stellen abbaut. Wegen laufender Beratungsprozesse und Compliance-Regeln nennt er keine weiteren Details. Das Unternehmen sei den betroffenen Mitarbeitern „zutiefst dankbar“ und werde „sie während dieses Prozesses umfassend unterstützen“, schreibt Evangelidis.

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Nothing dementiert schwache Verkaufszahlen des Phone (4b)

Auch die von „Digit“ genannten Verkaufszahlen des Anfang Juli gestarteten Phone (4b) weist Evangelidis zurück. Dem Bericht zufolge sollen bisher nur 20.000 Geräte verkauft worden sein. Evangelidis nennt dagegen 29.537 verkaufte Einheiten am ersten Tag. Nach dem Dementi meldete sich auch der Autor des „Digit“-Berichts. Er erklärte, Nothing habe eine Woche Zeit für eine Stellungnahme gehabt. Sein Fazit: „Digit steht hinter seiner Story.“

Steigende Kosten und Folgen für die Produktpalette

Nothing kämpft zudem mit steigenden Speicherpreisen, die besonders günstige und Mittelklasse-Smartphones unter Druck setzen. Die Tochter CMF bringt deshalb kein neues Smartphone für 2026 auf den Markt. Die Umstrukturierung und der Stellenabbau sind Teil der Bemühungen, die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Nothing hofft, durch die neuen regionalen Hubs und dedizierten Geschäftseinheiten wettbewerbsfähiger zu werden.

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