KI bei Rossmann: Transformation gelingt nur mit den Menschen
KI bei Rossmann: Transformation nur mit den Menschen

Die Dirk Rossmann GmbH hat gezeigt, dass Künstliche Intelligenz (KI) im Unternehmen nur dann erfolgreich eingeführt werden kann, wenn die Mitarbeiter von Anfang an mitgenommen werden. Ausgangspunkt war eine einfache Frage: „Kann uns jemand ChatGPT erklären?“ Daraus entwickelte sich eine umfassende Veränderung, die weit über die reine Technologiebereitstellung hinausgeht. In der Podcast-Folge „KI Köpfe“ berichten Lena Eckroth (Head of AI & Smart Digital Workplace) und Alexander Blanckarts (Leitung IT Deutschland) über ihre Erfahrungen.

Der Start: Ein ChatGPT-Moment als Katalysator

Bei Rossmann begann die KI-Reise mit einem informellen Impuls. Mitarbeiter fragten nach Erklärungen zu ChatGPT, was das Unternehmen aufgriff und systematisch ausbaute. Statt einfach nur Tools zur Verfügung zu stellen, setzte Rossmann von Anfang an auf einen interdisziplinären Ansatz. „KI ist kein reines IT-Thema“, betont Eckroth. Deshalb wurden von Beginn an die Bereiche Personal, Organisationsentwicklung und Datenschutz eingebunden. Dieser ganzheitliche Ansatz half, Erwartungen zu managen, Hype und Unsicherheiten zu begegnen.

Interdisziplinäre Teams und Schulungsformate

Das Unternehmen entwickelte spezielle Schulungsformate, die konkrete Unterstützung im Arbeitsalltag bieten. „Es reicht nicht, einfach nur Tools bereitzustellen“, erklärt Blanckarts. Vielmehr gehe es darum, die Menschen zu begleiten und ihnen die Angst vor dem Neuen zu nehmen. Führungskräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie müssen Orientierung geben und als Vorbilder vorangehen. „Wenn Führungskräfte selbst unsicher sind, überträgt sich das auf die Teams“, so Blanckarts weiter.

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Veränderung von Rollen und Zusammenarbeit

Durch den Einsatz von KI verändern sich auch die Rollen der Mitarbeiter. Routineaufgaben werden automatisiert, während kreative und strategische Tätigkeiten an Bedeutung gewinnen. Rossmann arbeitet an einer hybriden Organisation, in der Mensch und KI zusammenwirken. „Die Transformation gelingt nur, wenn sie gemeinsam getragen wird“, sagt Eckroth. Dies erfordere eine offene Fehlerkultur und kontinuierliches Lernen. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht, aber der Erfolg zeige sich in der hohen Akzeptanz der neuen Tools.

Praktische Umsetzung und nächste Schritte

Rossmann hat bereits mehrere KI-Anwendungen im Einsatz, darunter Chatbots für den Kundenservice und Assistenzsysteme für die Logistik. Die nächsten Schritte umfassen eine stärkere Integration von KI in Entscheidungsprozesse. „Wir sind noch am Anfang, aber der Weg ist klar“, so Blanckarts. Wichtig sei, den Dialog mit den Mitarbeitern zu suchen und ihre Bedenken ernst zu nehmen. Nur so könne KI nachhaltig im Unternehmen verankert werden.

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