Die FIFA hat seit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nach eigenen Angaben mehr als sieben Millionen potenziell schädliche Beiträge und Kommentare in sozialen Netzwerken entfernt. Dies gab der Fußball-Weltverband am Samstag bekannt. Die Zahl der gelöschten Inhalte liegt damit 14-mal höher als bei der vorherigen Männer-WM in Katar 2022.
Schutz vor Anfeindungen seit 2022
Seit dem Turnier in Katar betreibt die FIFA bei ihren Veranstaltungen einen speziellen Dienst zum Schutz vor Social-Media-Anfeindungen. Dieser steht allen teilnehmenden Teams, Trainern, Spielern und Offiziellen zur Verfügung. Der Dienst erkennt beleidigende, einschüchternde oder anderweitig schädliche Inhalte und meldet sie zur Löschung.
Rund um das XXL-Turnier, das am Sonntag mit dem Finale zwischen Spanien und Argentinien endet (21 Uhr MESZ, ZDF und MagentaTV), habe der Weltverband über 200.000 beleidigende und einschüchternde Beiträge und Kommentare gemeldet „und entsprechende Maßnahmen ergriffen“. Mehr als 1.000 besonders schwerwiegende Drohungen wurden den zuständigen Behörden gemeldet.
Maßnahmen gegen Hass im Netz
Die FIFA betont, dass der Kampf gegen Hass im Netz eine hohe Priorität habe. „Wir werden nicht zulassen, dass unsere Spieler, Trainer und Offiziellen im digitalen Raum angegriffen werden“, erklärte ein FIFA-Sprecher. Die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden sei intensiviert worden, um Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Zahl von über sieben Millionen gelöschten Beiträgen zeigt das Ausmaß des Problems. Bereits bei der Frauen-WM 2023 hatte die FIFA ähnliche Maßnahmen ergriffen, allerdings in geringerem Umfang. Die deutliche Steigerung im Vergleich zu 2022 führt der Verband auf die verbesserte Erkennungstechnologie und die größere Reichweite des Turniers zurück.
Auswirkungen auf die Spieler
Viele Spieler hatten in der Vergangenheit über massive Anfeindungen in sozialen Medien geklagt. Der neue Dienst der FIFA soll ihnen helfen, sich auf das Spiel zu konzentrieren, ohne sich um ihre Online-Sicherheit sorgen zu müssen. „Es ist wichtig, dass wir uns auf den Sport konzentrieren können und nicht mit Hass konfrontiert werden“, sagte ein Spieler, der anonym bleiben wollte.
Die FIFA kündigte an, das Programm auch bei zukünftigen Turnieren fortzusetzen und weiterzuentwickeln. Ziel sei es, eine sichere Umgebung für alle Beteiligten zu schaffen.



