Clemens Tönnies (70), der frühere Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04, und Huub Stevens (72), der vom Verein zum „Jahrhunderttrainer“ gekürte Coach, haben auf ihre Wahl ins Ehrenpräsidium des Fußball-Bundesligisten verzichtet. Dies wurde auf der Mitgliederversammlung des Aufsteigers in der Veltins-Arena bekannt gegeben. Beide standen für das Amt nicht zur Verfügung.
Hintergrund: Satzungsänderung als Auslöser
Grund für den Verzicht war offenbar ein parallel laufender Antrag auf Satzungsänderung, der vorsah, dass Mitglieder des Ehrenpräsidiums sich künftig nicht mehr öffentlich zum operativen Geschäft des Vereins äußern dürfen. Die Mitglieder lehnten diese Satzungsänderung jedoch ab: Mit gut 60 Prozent der Stimmen wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit verfehlt.
Brief an den Verein: Keine Option ohne Meinungsfreiheit
In einem Brief an den Verein erklärten Tönnies und Stevens laut Medienberichten, dass eine Mitwirkung im Ehrenpräsidium mit dem eingeschränkten Recht auf freie Meinungsäußerung für sie keine Option sei. Letztlich wurde das frühere Aufsichtsratsmitglied Peter Lange von den 4.902 stimmberechtigten Mitgliedern ins Ehrenpräsidium gewählt.
Rückblick: Tönnies und Stevens als Schalker Legenden
Clemens Tönnies war von 2001 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04. Huub Stevens wurde 1999 von den Fans zum „Jahrhunderttrainer“ gewählt. Beide genießen hohes Ansehen bei den Anhängern des Vereins.



