Hass im Netz: FIFA löscht über sieben Millionen Beiträge bei WM
FIFA löscht über sieben Millionen Hassbeiträge bei WM

Die FIFA hat seit Beginn der Frauenfußball-Weltmeisterschaft nach eigenen Angaben mehr als sieben Millionen potenziell schädliche Beiträge und Kommentare in sozialen Medien entfernt. Wie der Fußball-Weltverband mitteilte, ist das 14-mal mehr als bei der vergangenen Männer-WM in Katar 2022. Seit jenem Turnier betreibt die FIFA bei ihren Veranstaltungen einen Dienst zum Schutz vor Social-Media-Anfeindungen, der allen teilnehmenden Teams, Trainern, Spielern und Offiziellen zur Verfügung steht.

Massive Zunahme von Hasskommentaren

Der Weltverband habe rund um das XXL-Turnier, das am Sonntag mit dem Finale Spanien gegen Argentinien endet, über 200.000 beleidigende und einschüchternde Beiträge und Kommentare gemeldet „und entsprechende Maßnahmen ergriffen“. Mehr als 1000 besonders schwerwiegende Drohungen seien den zuständigen Behörden gemeldet worden. Die FIFA betonte, dass der Schutz der Spieler und Offiziellen vor Hass und Diskriminierung im Netz oberste Priorität habe.

Technische Maßnahmen und Kooperation mit Behörden

Der eingesetzte Dienst nutzt künstliche Intelligenz, um beleidigende, rassistische oder diskriminierende Inhalte zu identifizieren. Die FIFA arbeitet dabei eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um besonders schwere Fälle von Bedrohungen und Hassrede zur Anzeige zu bringen. Die Zahl der gelöschten Beiträge zeigt einen klaren Trend: Die Anfeindungen im Netz nehmen zu, und die FIFA reagiert mit einem verstärkten Monitoring und schnellen Löschungen.

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Reaktionen und Ausblick

„Wir werden nicht zulassen, dass eine kleine Minderheit von Hassern das Turnier für alle anderen verdirbt“, erklärte ein FIFA-Sprecher. Die Maßnahmen seien ein klares Signal, dass Diskriminierung und Beleidigungen im Fußball keinen Platz haben. Nach dem Finale will die FIFA eine detaillierte Analyse der gesammelten Daten veröffentlichen, um noch effektivere Strategien gegen Hass im Netz zu entwickeln.

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