Neue Hai-Art entdeckt: Der „laufende“ Mutant kann an Land gehen
Neue Hai-Art entdeckt: „Laufender“ Mutant kann an Land gehen

In den Gewässern vor Papua-Neuguinea haben Forscher eine bizarre neue Hai-Art entdeckt, die mit ihren Flossen über den Meeresboden laufen kann. Die Entdeckung wurde am 25. Juni 2026 von einem Team der University of Queensland und der University of the South Pacific bekannt gegeben.

Einzigartige Fortbewegung: Laufen statt Schwimmen

Der neu entdeckte Hai gehört zur Gattung der Epaulettenhaie (Hemiscyllium) und wurde auf den Namen Hemiscyllium papuensis getauft. Anders als die meisten Haie nutzt er seine kräftigen Brust- und Bauchflossen, um sich über den Meeresboden und sogar über trockene Riffabschnitte fortzubewegen. „Es ist ein wahres Wunder der Evolution, wie diese Tiere das Laufen entwickelt haben“, sagte Dr. Christine Dudgeon von der University of Queensland.

Neunte Art der Gattung

Mit dieser Entdeckung steigt die Zahl der bekannten Epaulettenhai-Arten auf neun. Alle Arten dieser Gattung kommen ausschließlich in den Gewässern um Neuguinea, Australien und einige indonesische Inseln vor. Die neue Art zeichnet sich durch ein unverwechselbares Muster aus dunklen Flecken und Punkten auf hellbraunem Grund aus, das an eine Tarnuniform erinnert.

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Anpassung an extreme Lebensräume

Die Fähigkeit zu laufen ermöglicht es den Haien, in flachen, sauerstoffarmen Gezeitentümpeln zu jagen, wo andere Raubfische nicht überleben können. „Sie können sich sogar außerhalb des Wassers für kurze Zeit fortbewegen, um von einem Tümpel zum nächsten zu gelangen“, erklärte Co-Autor Dr. Mark Erdmann. Dies sei eine entscheidende Anpassung an den Lebensraum in den Korallenriffen, die zunehmend durch den Klimawandel bedroht sind.

Gefährdung durch menschliche Aktivitäten

Obwohl die Art erst jetzt beschrieben wurde, ist sie vermutlich bereits durch Überfischung und Zerstörung der Riffe gefährdet. „Wir schätzen, dass der Bestand dieser neuen Art innerhalb der nächsten zehn Jahre um 30 Prozent zurückgehen könnte, wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden“, warnte Dr. Dudgeon. Die Forscher empfehlen, die Gewässer um Papua-Neuguinea als Meeresschutzgebiet auszuweisen.

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