Die kanadische Schauspielerin Brittany Allen hat sich mit ungewöhnlicher Eigeninitiative eine Emmy-Nominierung gesichert. Wie CNN berichtet, schritt sie selbst zur Tat, nachdem der Sender HBO sie nicht für den begehrten Fernsehpreis vorgeschlagen hatte. Allen schrieb auf Instagram, sie habe eine Gebühr von 225 Dollar zahlen und „Papierkram“ erledigen müssen. Mit Erfolg: Jetzt steht sie auf der Nominierungsliste als beste Gastdarstellerin in einer Dramaserie.
Hintergrund der Nominierung
Allen spielt in der zweiten Staffel der Krankenhausserie „The Pitt“ die junge Mutter Roxie Hamler, die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Sie ist in sieben Folgen der Staffel zu sehen. Auf Instagram hatte die Schauspielerin im Juni mitgeteilt, HBO wolle seine Emmy-Kampagne auf andere Leistungen in der Serie konzentrieren. Sie sei jedoch stolz auf ihre Darstellung und habe deshalb beschlossen, sich selbst für die Nominierung vorzuschlagen.
Vorbereitung auf die Rolle
Zur Vorbereitung auf die Rolle habe sie sich unter anderem intensiv mit Tod und Spiritualität beschäftigt. „Diese Branche schenkt einem wirklich nichts“, sagte Allen nun CNN. Niemand stehe so sehr hinter einem wie man selbst. „Wenn man so viel Arbeit in etwas steckt, möchte man der Sache die bestmögliche Chance geben, Anerkennung zu finden.“ Ihr sei es deshalb wichtig gewesen, für sich selbst einzustehen und zu sagen: „Hey, schaut euch an, was ich geleistet habe.“
Erfolg der Eigeninitiative
Ihre Entscheidung zahlt sich aus: Allen gehört zu den insgesamt 25 Emmy-Nominierungen für „The Pitt“. Die HBO-Produktion ist damit die am häufigsten nominierte Serie des Jahres. HBO erweist sich erneut als Trendsetter: Die Serie „The Pitt“ mit „ER“-Veteran Noah Wyle erinnert an eine Zeit, als TV-Ärzte noch aufrechte Helden des Alltags sein durften.



