Bares für Rares: Goldene Rosen-Garnitur erzielt 4.300 Euro
Goldene Rosen-Garnitur erzielt 4.300 Euro bei Bares für Rares

Eine prachtvolle Schmuckgarnitur aus 585er-Rotgold mit Rosenmotiv hat in der „Bares für Rares“-Folge vom 15. Juli 2026 für Begeisterung gesorgt. Das Ensemble aus dem Nachlass einer Großmutter erzielte im Händlerraum 4.300 Euro und ging an Juwelierin Susanne Steiger.

Wiener Rose als Highlight der Sendung

Angelika brachte die Garnitur zu Horst Lichter und Expertin Dr. Heide Rezepa Zabel. Die kunstvoll gearbeiteten Rosen stammen aus Wien, erkennbar am Pferdekopf mit dem W des Wiener Punzieramts, dem Feingehalt 585 und der Herstellerkennung WG. Die Verarbeitung kombiniert geformte und getriebene Blätter mit geätzten und polierten Oberflächen, die wie Tautropfen wirken. Die gezahnten Rosenblätter wurden mit feinen Rollpunzen veredelt.

Das Rosenmotiv hat eine lange Tradition: Bereits im 16. und 17. Jahrhundert schmückten Zuckerrosen festliche Tafeln, später fand es sich auf Porzellan und in der Schmuckkunst. Nach der Meißener Rose entwickelte sich die Wiener Rose zum Symbol österreichischer Handwerkskunst. Das Schmuckensemble entstand in den 1950er Jahren und ist in bemerkenswert gutem Zustand.

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Wert und Verkauf

Angelika hoffte auf 4.000 Euro, der Materialwert liegt bei 3.900 Euro. Dr. Heide Rezepa Zabel taxierte den Gesamtwert auf 4.200 bis 4.400 Euro. Im Händlerraum lieferte sich die Runde ein Wettbieten, das bei 4.300 Euro endete. Susanne Steiger erhielt den Zuschlag und nahm „ein ganzes Rosenbeet aus Gold“ mit nach Hause. Angelika kann mit dem Erlös neue Pläne schmieden, vielleicht eine Reise oder etwas für ihre Söhne.

Weitere Raritäten der Sendung

Neben der goldenen Garnitur gab es weitere Fundstücke. Giulia brachte ein mechanisches Katzenorchester mit, das um 1900 in Leipzig gefertigt wurde. Das Bewegungsbild kombiniert Farblithografien mit einer Walzenspieluhr und wurde teilweise restauriert. Experte Sven Deutschmanek schätzte es auf 400 bis 500 Euro.

Michael aus Sankt Ingbert präsentierte vier Bleiglasfenster von Künstler Günter Maas aus dem Jahr 1953. Die Motive zeigen Berufe aus der Familiengeschichte, der Zustand ist restaurierungsbedürftig. Dr. Bianca Berding taxierte jedes Fenster auf 300 Euro, insgesamt 1.200 Euro.

Andreas aus Mülheim an der Ruhr zeigte eine Silberdose von Körner & Proll aus Berlin. Das innen vergoldete Stück aus 800er-Silber wurde 1893 gefertigt. Dr. Heide Rezepa Zabel bewertete es mit 800 bis 900 Euro.

Nicole Nölling und Burkhard Fuchs stellten eine Bronzeskulptur einer Igelfamilie von Kurt Ahrens vor. Die 1984 entstandene Skulptur trägt die Nummer 1 einer Auflage von zwölf Exemplaren. Dr. Bianca Berding schätzte den Wert auf 450 bis 600 Euro.

Ob und für wie viel Geld die weiteren Stücke verkauft wurden, zeigt die heutige Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.

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