Ein 68 Gramm schweres goldenes Collier, das in der Familie den Namen „Kleopatra-Collier“ trägt, hat in der Sendung „Bares für Rares“ vom 16. Juli 2026 für Aufsehen gesorgt. Das aus 750er Gelbgold gefertigte Schmuckstück aus den 1970er- oder 1980er-Jahren wechselte für 6.450 Euro den Besitzer – nur 150 Euro unter dem oberen Ende der Expertenschätzung.
Familiengeschichte als Wertfaktor
Ein Enkel aus Frankfurt am Main brachte das Collier zu „Bares für Rares“. Seine Großeltern hatten es zu ihrem Hochzeitstag in den 1970er- oder 1980er-Jahren erhalten. In der Familie wurde es über Jahre hinweg getragen, was dem Stück eine besondere Geschichte verleiht. Die intensive Nutzung hat jedoch Spuren hinterlassen: Das Expertenteam stellte Reparaturstellen, kleinere Fehlstellen und ein fehlendes Verbindungsglied fest.
Moderator Horst Lichter zeigte sich von dem massiven Collier beeindruckt. Das Schmuckstück wiegt knapp 68 Gramm und besteht aus 750er Gelbgold. Die Expertise datiert die Entstehung auf die Zeit um 1970 oder etwas später. Der reine Goldankaufswert liegt bei rund 6.200 Euro. Aufgrund der Gebrauchsspuren bleibt der zusätzliche Schmuckwert überschaubar, sodass die Gesamtschätzung zwischen 6.200 und 6.600 Euro liegt.
Wettbieten im Händlerraum
Im Händlerraum bestätigte sich das Gewicht von knapp 68 Gramm. Es entwickelte sich ein Wettbieten, bei dem die Angebote von 4.500 Euro bis auf 6.450 Euro stiegen. Für diesen Betrag kaufte ein Händler das goldene Familienerbstück. Der Verkaufspreis liegt damit nur 150 Euro unter dem oberen Ende der Expertenschätzung.
Weitere Raritäten der Sendung
Neben dem Kleopatra-Collier wurden am 16. Juli 2026 weitere Fundstücke präsentiert:
- Fromms-Kondome: Zwei Geschwister aus Bielefeld fanden drei originalverpackte Exemplare mit Garantieschein aus den 1950er- bis 1960er-Jahren im Schreibtisch ihrer Großeltern. Expertenschätzung: 30 bis 50 Euro.
- Jugendstil-Teekessel: Ein geerbtes Ensemble aus Kupfer und Messing, bestehend aus Kessel, Gestell und Brenner, gefertigt von Carl Deffner in Esslingen um 1895 bis 1910. Expertenschätzung: 100 bis 140 Euro.
- Diamant-Ohrhänger: In den 1980er-Jahren gefertigt aus 585er-Gold mit mehr als einem Karat Diamanten. Die kleineren Steine weisen starke Einschlüsse auf. Expertenschätzung: 1.600 bis 2.000 Euro.
- Meissen-Figurengruppe: Eine jüngere Version der „Gärtnergruppe mit Apfelbaum“ nach einem Modell von Michel Victor Acier, entstanden zwischen 1934 und 1948. Mehrere Blätter und Äste sind beschädigt. Expertenschätzung: 550 bis 700 Euro.
- Goldene TKKG-Schallplatte: Die 1986 verliehene Auszeichnung für 250.000 verkaufte Tonträger der Hörspielfolge „Nachts, wenn der Feuerteufel kommt“. Expertenschätzung: 900 bis 1.300 Euro.
Ob und für wie viel Geld die weiteren Stücke verkauft wurden, zeigt die heutige Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.



