Die 24-jährige Schauspielerin Sadie Sink, bekannt aus der Netflix-Serie Stranger Things, hat deutliche Worte für Zuschauer gefunden, die während Theateraufführungen ihre Smartphones benutzen. In einem Interview mit dem US-Magazin Nylon erklärte sie: „Ich bin total wütend, wenn ich im Publikum drei iPhones sehe.“ Besonders störte sie sich an den hellen Bildschirmen, die die dramatische Atmosphäre eines Stücks zerstören.
Verständnis für Aufnahmen, aber mit Einschränkungen
Trotz ihres Ärgers zeigt Sink Verständnis für das Interesse an Mitschnitten. Sie selbst habe sich früher illegale Videoaufnahmen von Theaterstücken angesehen und sei dadurch „so sehr inspiriert“ worden. „Deshalb bin ich dafür, Theater für alle zugänglich zu machen, damit jeder hineingehen und es sehen kann, auch Menschen aus aller Welt“, so die Schauspielerin. Sie appelliert jedoch an die Geduld des Publikums: „Aber wartet doch auf die professionell aufgezeichnete Version.“
Irritation nach Romeo und Julia
Sink trat kürzlich am Londoner West End in einer Version des Shakespeare-Klassikers Romeo und Julia auf. Direkt nach dem dramatischen Ende des Stücks war sie erneut stark irritiert. „Die Lichter gehen aus, und dann sehe ich plötzlich all diese Gesichter im Publikum, weil jeder sein Handy einschaltet“, schildert sie. „Ich denke mir: Leute, wartet doch mal kurz. Lasst das doch mal einen Moment auf euch wirken!“
Sink nicht allein mit ihrer Kritik
Mit ihrer Kritik steht Sink nicht allein da. Auch andere Schauspieler wie Rosamund Pike haben sich bereits öffentlich über Handynutzung im Theater beschwert. Pike trat nach einem Vorhang erneut vors Publikum, um gegen die Störung zu protestieren. Sink selbst ist derzeit auch im neuen Spider-Man-Film „Spider-Man: Brand New Day“ zu sehen, der am 29. Juli in den deutschen Kinos anläuft. Neben ihr spielen Tom Holland und Zendaya die Hauptrollen.



