Die Stadt Landsberg am Lech hat am Samstagmittag bekannt gegeben, dass der Adam-Vogt-Preis in diesem Jahr an eine Keramikkünstlerin aus Italien vergeben wird. Die feierliche Verleihung fand auf der Bühne am Hauptplatz statt, direkt zu Beginn des Süddeutschen Töpfermarkts in der historischen Altstadt. Der begehrte Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.
Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Verbindung aus traditioneller Handwerkskunst und zeitgenössischer Formensprache, die die Arbeiten der Preisträgerin auszeichnen. Mit ihren Gefäßen und Skulpturen habe die Künstlerin nicht nur handwerkliches Können, sondern auch eine unverwechselbare künstlerische Handschrift bewiesen, hieß es in der Begründung. Einzelheiten zu ihrer Biografie wurden zunächst nicht veröffentlicht; die Organisatoren verwiesen auf die Preisverleihung als Höhepunkt des Markts.
Mit dem Adam-Vogt-Preis zeichnet die Stadt Landsberg seit vielen Jahren herausragende Positionen der internationalen Keramikszene aus. Das Preisgeld soll den Künstlerinnen und Künstlern den Rücken stärken und ihre Arbeit fördern. Zugleich erinnert die Auszeichnung an den Namensgeber Adam Vogt, einen Töpfermeister, der in der Region tiefe Spuren hinterlassen hat.
Internationale Strahlkraft des Preises
Die Entscheidung, den Preis nach Italien zu vergeben, zeigt die internationale Bedeutung des Wettbewerbs. Italien blickt auf eine jahrhundertealte Keramiktradition zurück, von der Majolika aus Deruta bis zu den modernen Ateliers in Faenza. Die Preisträgerin vertritt dieses Erbe auf bemerkenswerte Weise.
Ihre Arbeiten waren am Gemeinschaftsstand der italienischen Teilnehmer zu sehen. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von der Oberflächenbehandlung und den fein abgestimmten Glasurtönen, die an mediterrane Landschaften erinnern. Die Kombination aus erdigem Ton und leuchtenden Farben verleiht den Objekten eine eigene Aura.
Der Süddeutsche Töpfermarkt in Landsberg
Wie in den Vorjahren verwandelt sich die Landsberger Altstadt am zweiten Juli-Wochenende in eine Begegnungsstätte für Keramikbegeisterte. Mehrere hundert Ausstellerinnen und Aussteller aus ganz Europa präsentieren ihre Waren auf den Plätzen und in den Gassen zwischen Lech und Hauptplatz. Das Angebot reicht von Gebrauchskeramik über künstlerische Objekte bis hin zu Installationen.
Ein Rahmenprogramm mit Vorführungen am Töpferrad, Mitmachaktionen für Kinder und Führungen zur Geschichte der Töpferei ergänzt den Markt. Auch der Nachwuchs wird gefördert: In einem eigenen Bereich zeigen junge Studierende der Keramik ihre Abschlussarbeiten. Der Markt gilt als wichtiger Umschlagplatz für Ideen und Trends in der Branche.
Ausblick auf die Sonderausstellung
Die diesjährige Preisträgerin erhält ohne weitere Formalien eine Einzelausstellung im nächsten Jahr. Damit bekommen Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihr Werk in einer größeren Werkschau zu erleben. Die Stadt kündigte an, den Termin rechtzeitig bekannt zu geben.
Der Süddeutsche Töpfermarkt in Landsberg schließt am Sonntagabend um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.



