Das Kunstfestival „48 Stunden Neukölln“ startet am Freitag, dem 3. Juli 2026, in seine nächste Runde. Festivalleiterin Katarzyna Nowak spricht von der „größten Festival-Ausgabe ever“. Mehr als 1400 Künstlerinnen und Künstler sind beteiligt, darunter der Brasilianer Rodrigo Levy und die Künstlerin Anna Maria Roznowska. Das Motto lautet „Out/Side/In“ und widmet sich Grenzen – psychischen, physischen und geografischen.
Neue Programmpunkte und thematische Routen
Erstmals finden Programmpunkte im Neukölln Speicher statt, wie Nowak betont. Zudem wurden thematische Routen eingeführt, die Besuchern helfen, das Festival nach persönlichen Interessen zu erkunden. Die 23 Führungen werden in acht Sprachen angeboten und sind kostenlos.
Künstler und ihre Werke
Rodrigo Levy porträtiert in seinen Fotos Menschen, die im Berliner Techno-Club Berghain abgewiesen wurden. „Es geht um das Gefühl, abgelehnt zu werden, und was das in uns auslöst“, erklärt Levy. Anna Maria Roznowska präsentiert eine interaktive Ausstellung, in der Besucher Dinge aufschreiben können, die sie nicht in sozialen Medien teilen möchten. „Meine Arbeit dreht sich darum, wie wir die Welt erfahren und wie wir mit ihr in den Dialog treten können“, so die Künstlerin.
Ganz Neukölln als Ort der Kunst
Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) betont: „Bei der Vielfalt ist es quasi gar nicht möglich, alles zu sehen. Ganz Neukölln wird während des Festivals zum Ort der Kunst.“ Installationen, Performances, Film- und Musikvorführungen verteilen sich über den gesamten Bezirk. Das Festival gilt als Berlins größtes freies Kunstfestival und lockt Besucher weit über die Bezirksgrenzen hinaus an.



