Berlin – Hoch über der Hauptstadt trifft sich Hollywoods nächste Generation. Bei knapp 30 Grad und ohne eine Brise Wind stellten Kaia Gerber (24) und ihre Clique am Montagmittag ihre neue Serie „The Shards“ vor – und stiegen dafür BILD aufs Dach. Mit dabei waren Homer Gere (26), Sohn von Richard Gere, sowie die Co-Stars Igby Rigney (23), Graham Campbell (25) und Hayes Warner (27). Lässig in Jeans, Sonnenbrillen und Sommer-Outfits genossen die fünf den Blick über die Stadt, lachten und zogen sich gegenseitig auf. Sobald jedoch die Kamera klickte, saßen Pose und Blick – besonders bei Kaia.
Vom Model zur Schauspielerin: Kaia Gerbers Werdegang
Kaia Gerber trat, wie ihre Mutter Cindy Crawford (60), zunächst als Model ins Rampenlicht. Inzwischen hat sie sich als Schauspielerin etabliert. Mit „The Shards“ übernimmt sie ihre bislang größte Serienrolle. Die Serie von Erfolgsproduzent Ryan Murphy basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Bret Easton Ellis. Sie erzählt die Geschichte einer Clique privilegierter Highschool-Schüler im Los Angeles des Jahres 1981 – bis ein Serienkiller ihr unbeschwertes Leben von heute auf morgen auf den Kopf stellt.
Der Cast tauchte tief in die 80er-Jahre ein
Um diese Welt glaubwürdig einzufangen, tauchte der Cast tief in die Achtziger ein. Für viele spielten dabei vor allem die Looks eine große Rolle. „Die voluminösen Haare! Sie passen perfekt in die Zeit. Und wir alle haben in der Serie ziemlich ikonische Frisuren“, so Kaia Gerber beim BILD-Besuch.
Auch die Musik inspirierte die Stars. „Als ich zum ersten Mal ‚Vienna‘ von Ultravox gehört habe, wusste ich sofort, welchen Ton die Serie haben würde“, sagt Hayes Warner. „Dieser Song ist unsere inoffizielle Hymne“, fügt Graham Campbell hinzu.
Kostüme und Eltern als Inspirationsquelle
Homer Gere fand seine Figur vor allem durch die Kostüme. „Wir haben unglaublich viel Zeit bei den Anproben verbracht. Sobald du diese Kleidung anhast, fühlst du dich wie ein anderer Mensch.“ „Lederhosen“, scherzt Kaia. „Schulterpolster, krauses Haar – plötzlich ist die Figur da.“
Bei der Vorbereitung halfen sogar die Eltern. „Meine Mutter machte 1981 ihren Schulabschluss. Zu Weihnachten hat sie mir sechs amerikanische Magazine aus dem Herbst 1981 geschenkt. Gemeinsam haben wir die Anzeigen, Interviews und Modestrecken angeschaut, um besser in diese Welt einzutauchen“, erzählt Graham.
Auch andere griffen immer wieder zum Telefon. Hayes: „Wir haben unsere Eltern gefragt: Sahen die Frisuren damals wirklich so aus? Die Antwort war jedes Mal: Ja. Damals stand man morgens ewig im Bad und hat sich die Haare gemacht.“
Kaia Gerber über Social Media und den Druck der Jugend
Trotz aller Nostalgie erzählt „The Shards“ keine Coming-of-Age-Geschichte, die nur in den Achtzigern funktioniert. Für den Cast geht es auch um Themen, die jede Generation kennt. „Jung zu sein, war schon immer schwer. Heute gehen wir nur anders damit um“, sagt Graham.
Kaia Gerber glaubt, dass junge Menschen heute unter einem zusätzlichen Druck stehen, sich nach außen zu präsentieren. „Man versucht nicht mehr nur, in echt dazuzugehören oder sich auf eine bestimmte Weise zu zeigen, sondern es spielt auch Social Media eine Rolle – ein weiterer Ort also, an dem sich Menschen inszenieren.“
Musikalisch wäre der Cast dagegen jederzeit bereit für eine Zeitreise. Auf die Frage nach der perfekten 80er-Playlist fallen die Antworten wie aus der Pistole geschossen: „Vienna“ von Ultravox, Depeche Mode, Blondie, Duran Duran, Human League, „Don't You Want Me“, „Edge of Seventeen“, „Super Freak“ und „Funkytown“.
Aus Kollegen wurden Freunde
Die fünf Schauspieler verbrachten so viel Zeit miteinander, dass sich die Dreharbeiten zeitweise wieder wie Highschool anfühlten. Diese Freundschaft ist auch auf dem Dach des Axel-Springer-Neubaus spürbar, wo sie sich gegenseitig aufziehen und lachen. Die Serie „The Shards“ startet am 6. August bei Disney+.



