Lorde kritisiert Spotifys KI-Funktion „About the Song“ scharf
Lorde kritisiert Spotifys KI-Funktion scharf

Die neuseeländische Sängerin Lorde hat öffentlich scharfe Kritik an einer neuen KI-Funktion von Spotify geübt. In einem Instagram-Post machte sie ihrem Ärger Luft und forderte mehr Kontrolle für Künstler über die Darstellung ihrer Werke.

Falsche Informationen über Lordes Song

Konkret ging es um den Song „Current Affairs“ von Lorde. Die KI-generierte Zusammenfassung in der Funktion „About the Song“ behauptete, Lorde habe den Titel während ihrer „Ultrasound World Tour“ als Performance inszeniert, bei der sie sich bis auf die Unterwäsche auszog und sich von einer Tänzerin Wasser über den Bauch gießen ließ. Lorde stellte klar: „Das ist nicht nur unzutreffend – es ist auch gar nicht der Song, bei dem ich das gemacht habe.“

Kritik am Grundprinzip der KI-Funktion

Neben den faktischen Fehlern kritisierte Lorde das grundsätzliche Konzept der Funktion. Eine KI-generierte Erklärung direkt auf der Streamingplattform reduziere die Bedeutung eines Songs auf eine einzige Interpretation und nehme Hörerinnen und Hörern die Freiheit, sich selbst ein Bild zu machen. „Hey Spotify, ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage: Das wollen wir nicht“, schrieb die Musikerin. Sie forderte, dass Künstler zumindest die Möglichkeit haben sollten, sich gegen die Anzeige solcher Texte zu entscheiden.

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Spotify reagiert und korrigiert Fehler

Nach Lordes öffentlicher Kritik entfernte Spotify den beanstandeten Text umgehend. Gegenüber dem Musikmagazin „Pitchfork“ erklärte das Unternehmen, die Funktion sei entwickelt worden, weil viele Fans mehr über die Geschichten hinter den Songs erfahren wollten. Da sich „About the Song“ noch in der Beta-Phase befinde, stammten die Informationen aus verschiedenen Artikeln im Internet. Fehler würden schnell korrigiert – so auch im Fall von Lorde. „Es ist uns wichtig, die Informationen richtig darzustellen“, teilte Spotify mit.

Auswirkungen auf die Musikindustrie

Der Vorfall wirft grundsätzliche Fragen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Musikindustrie auf. Während Streamingdienste wie Spotify KI nutzen, um Nutzern zusätzliche Informationen zu bieten, sehen Künstler wie Lorde die Gefahr von Fehlinformationen und einer Vereinnahmung ihrer künstlerischen Aussagen. Die Debatte zeigt, dass der Spagat zwischen technologischem Fortschritt und künstlerischer Freiheit noch nicht gelöst ist.

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