Mona Mur, die bekannte deutsche Musikerin und Sängerin, hat in einem exklusiven Interview mit der Berliner Morgenpost klargestellt, dass Applaus für sie nicht die Hauptmotivation ihrer künstlerischen Arbeit darstellt. „Applaus ist schön, aber er ist nicht das, was mich antreibt“, sagte die 55-Jährige. „Es geht mir um die Musik selbst, um den Ausdruck und die Verbindung zu den Menschen.“
Authentizität als Leitprinzip
Seit über drei Jahrzehnten ist Mona Mur im Musikbusiness aktiv. Sie betont, dass sie sich nie verbiegen ließ, um kommerziellen Erfolg zu erzielen. „Ich habe immer das gemacht, was ich für richtig hielt, auch wenn es nicht immer den Massengeschmack traf“, erklärte sie. Diese Haltung habe ihr geholfen, eine treue Fangemeinde aufzubauen, die ihre Ehrlichkeit schätze.
Ihr neuestes Album, das im Herbst erscheinen soll, trägt den Titel „Echo der Stille“. Laut Mur geht es darin um die Suche nach innerem Frieden in einer lauten Welt. „Die Leute erwarten oft laute, aggressive Musik von mir, aber dieses Album ist anders – es ist ruhiger, introspektiver“, verriet sie.
Kreativer Prozess und Inspiration
Mona Mur beschreibt ihren kreativen Prozess als intuitiv. „Ich setze mich ans Klavier und lasse mich treiben. Die Texte kommen oft aus dem Unterbewusstsein“, sagte sie. Inspiration finde sie im Alltag, in Begegnungen und in der Natur. „Manchmal reicht ein Satz, den jemand fallen lässt, um einen ganzen Song zu schreiben.“
Die Musikerin, die in den 1980er Jahren mit der Band „Mona Mur & die Mieter“ bekannt wurde, hat im Laufe ihrer Karriere über 20 Alben veröffentlicht. Sie gilt als eine der prägendsten Figuren der deutschen Post-Punk-Szene. Trotz ihres Erfolgs bleibt sie bescheiden: „Ich bin immer noch dieselbe Person wie am Anfang. Der Ruhm hat mich nicht verändert.“
Kritik an der Musikindustrie
Im Interview äußerte sich Mur auch kritisch über die heutige Musikindustrie. „Viele Künstler werden zu Produkten gemacht. Es geht nur noch um Streamingzahlen und Playlists“, beklagte sie. „Die wahre Kunst bleibt oft auf der Strecke.“ Sie appelliert an junge Musiker, ihren eigenen Weg zu gehen und nicht auf Kompromisse einzugehen. „Macht Musik, die euch berührt. Der Rest kommt von allein.“
Ein weiteres Thema war die Rolle von Social Media. Mur, die selbst kaum auf Plattformen wie Instagram aktiv ist, sieht darin eine Gefahr für die Authentizität. „Man kann sich ständig inszenieren, aber das lenkt von der eigentlichen Kunst ab“, sagte sie. Sie selbst setze lieber auf direkte Kommunikation mit ihrem Publikum bei Konzerten.
Zukunftsvisionen
Blickt Mona Mur in die Zukunft, so wünscht sie sich mehr Mut zur Eigenständigkeit in der Musikszene. „Es gibt so viele talentierte Leute, die sich nicht trauen, anders zu sein. Ich hoffe, dass sich das ändert“, sagte sie. Für sich selbst plant sie weitere Solo-Projekte und eine mögliche Zusammenarbeit mit jungen Künstlern. „Ich bin offen für Neues, solange es ehrlich ist.“



