Die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer ist tot. Sie starb am Dienstag im Alter von 76 Jahren in ihrer Heimat in Vorarlberg. Nach Angaben ihrer Familie erlitt sie bei einem Sturz schwere Verletzungen, an deren Folgen sie starb. Das bestätigte ihr Verlag, der Hanser Verlag, am Mittwoch.
Ein Leben für die Literatur
Monika Helfer wurde am 26. Oktober 1947 in Au im Bregenzerwald geboren. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf und begann schon früh zu schreiben. Ihr Debüt gab sie 1979 mit dem Roman „Die Wildnis“. Seitdem veröffentlichte sie zahlreiche Romane, Erzählungen und Kinderbücher. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem österreichischen Staatspreis für Literatur und dem Johann-Peter-Hebel-Preis.
Besonders bekannt wurde sie mit ihrer Familien-Trilogie, die mit dem Roman „Die Bagage“ (2020) begann. Darin verarbeitete sie die Geschichte ihrer eigenen Familie im Bregenzerwald. Der Roman wurde ein großer Erfolg und stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Es folgten „Löwenherz“ (2022) und „Vati“ (2024). Die Trilogie wurde von Kritikern gefeiert und machte sie einem breiten Publikum bekannt.
Reaktionen auf ihren Tod
Der Hanser Verlag zeigte sich tief betroffen. „Mit Monika Helfer verlieren wir eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur“, sagte Verlagsleiter Jo Lendle. „Ihre Bücher werden uns fehlen.“ Auch die österreichische Kulturministerin Leonore Gewessler (Grüne) würdigte sie als „eine große Erzählerin, die mit ihrer leisen, genauen Sprache die Herzen der Leserinnen und Leser berührt hat“.
Monika Helfer hinterlässt ihren Ehemann, den Schriftsteller Michael Köhlmeier, und zwei Kinder. Sie wurde in ihrer Heimatgemeinde Au beigesetzt, wie die Familie mitteilte.



