Der geplante Neubau auf der Insel Schwanenwerder in der Havel hat eine überraschende Wende genommen. Nachdem der erste Entwurf im Lokalparlament auf viel Kritik gestoßen war, präsentierte Architektin Barbara Lehnhardt nun ein überarbeitetes Konzept, das alle Beteiligten zufriedenstellt. Das neue Gebäude, das an ein königliches Palais erinnert, soll auf dem Grundstück Inselstraße 32a entstehen.
Ein repräsentativer Bau mit historischen Vorbildern
Der Entwurf ist inspiriert von der Sacrower Kirche und historischen Schlössern. Das dreistöckige Hauptgebäude wird eine gelbe Fassade, halbrunde Bögen und hohe Fenster aufweisen. Die Architektin beschreibt es als einen Bau von klarer Leichtigkeit, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt. In der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses Steglitz-Zehlendorf warf Lehnhardt das Modell an die Wand und erntete Beifall.
Von Kritik zu breiter Zustimmung
Im ersten Anlauf hatte es noch heftige Diskussionen gegeben. Kritiker bemängelten unter anderem die Größe und die Gestaltung des ursprünglichen Plans. Doch das überarbeitete Konzept überzeugte nun auch die zuvor skeptischen Ausschussmitglieder. „Es ist ein repräsentativer Bau, der der besonderen Lage auf der Insel gerecht wird“, lobte ein Sprecher des Ausschusses. Die Pläne sehen zudem eine hochwertige Gestaltung der Außenanlagen vor, die den Charakter des Palais unterstreichen.
Ein neues Wahrzeichen für Schwanenwerder?
Die Insel Schwanenwerder ist bekannt für ihre exklusiven Villen und ihre prominente Bewohnerschaft. Der Neubau könnte zu einem neuen Wahrzeichen werden. Die Bauherren betonen, dass sie großen Wert auf Nachhaltigkeit und eine ressourcenschonende Bauweise legen. Mit dem Bau soll voraussichtlich im nächsten Jahr begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.
Die endgültige Genehmigung durch die zuständigen Behörden steht noch aus, doch die Zeichen stehen günstig. Die Politik zeigt sich einhellig erfreut über die gelungene Neugestaltung. „Dieses Projekt zeigt, dass sich ein Dialog zwischen Bauherren, Architekten und der Politik lohnt“, resümierte die Vorsitzende des Ausschusses.



