Christopher Nolan lebt ohne Handy – Matt Damon verrät sein Vorwarnsystem
Nolan ohne Handy – Damon verrät Vorwarnsystem

Star-Regisseur Christopher Nolan, 55, besitzt kein Handy. Das hat weitreichende Konsequenzen für seine Schauspieler: Sie wissen nie, unter welcher Nummer er anruft, und erhalten stattdessen eine Vorwarnung von seiner Frau, der Produzentin Emma Thomas. Dies verriet Matt Damon in einem Interview mit dem US-Magazin „People“.

Emma Thomas als menschliches Vorwarnsystem

„Emma hatte mir eine SMS geschickt: ‚Hast du heute Zeit für ein Telefonat?‘ Denn Chris hat bekanntlich kein Handy“, erklärte Damon. Es sei Thomas, die „einen immer vorwarne, wenn er anrufen wird“. „Und dann bekommt man einen Anruf von einer unbekannten Nummer, weil er einfach über irgendein Telefon aus den Universal Studios anruft.“ Nolan selbst bestätigte diese Praxis: „Ich weiß nicht, welche Nummer es sein wird.“

Damon ging dennoch ran und erfuhr in einem zehn- bis fünfzehnminütigen Gespräch von Nolans Plänen, das berühmte Homer-Epos „Die Odyssee“ zu verfilmen – und dass Damon die Rolle des Odysseus spielen solle. „Das war erst sechs Monate, nachdem ‚Oppenheimer‘ bei den Oscars prämiert und bei allem durchgelaufen war“, so Damon.

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Nolans analoge Arbeitsweise

Nolan ist bekannt für seine technologieferne Arbeitsweise. Neben dem Verzicht auf ein Smartphone liest er E-Mails ausschließlich in ausgedruckter Papierform. Diese Eigenheiten tragen zu seinem Ruf als Perfektionist bei, der sich ganz auf das Filmemachen konzentriert.

In „The Odyssey“ arbeiten Damon und Nolan nach „Interstellar“ (2014) und „Oppenheimer“ (2023) zum dritten Mal zusammen. Weitere Hauptdarsteller sind Anne Hathaway, Tom Holland, Robert Pattinson, Zendaya, Charlize Theron, Lupita Nyong’o, Elliot Page und Samantha Morton. Der Film läuft seit Donnerstag in den deutschen Kinos.

Kritik und Erfolg des Films

Bereits vor dem Kinostart wurde „The Odyssey“ von einigen Kritikern negativ beurteilt. Laut Wolfgang Höbel vom SPIEGEL handle es sich jedoch um ein „obsessives Männerdrama“ mit einem „durch Selbsthass getriebenen Antihelden“. Der Film polarisiert: „Man liebt oder hasst diesen Film, lauwarmes Geht-so-Gelaber ausgeschlossen“, so Höbel.

Nolan, der für seine ambitionierten und visuell beeindruckenden Werke bekannt ist, setzt mit „The Odyssey“ erneut auf eine epische Erzählung. Der Verzicht auf moderne Kommunikationsmittel scheint seiner Kreativität keinen Abbruch zu tun – im Gegenteil, er ermöglicht ihm eine ungestörte Fokussierung auf seine Kunst.

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