Karriere-Rückschlag für Jared Leto: Der Oscar-Preisträger („Dallas Buyers Club“) hat offenbar eine große Rolle im kommenden Polit-Thriller „Assassination“ verloren. Wie „Page Six“ unter Berufung auf Produktionskreise berichtet, ist der Grund in den zunehmenden Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens gegen den Schauspieler zu suchen. Leto, der alle Anschuldigungen stets zurückgewiesen hat, soll bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Regisseur Barry Levinson (84, „Rain Man“) gestanden haben.
Leto war „extrem interessiert“ an der Rolle
Der 54-Jährige zeigte sich einem Insider zufolge „extrem interessiert“ an einer Mitwirkung in „Assassination“, einem Verschwörungsthriller über die Ermordung von Präsident John F. Kennedy. Seine Besetzung galt demnach nahezu als beschlossene Sache. Doch Produktionsverantwortliche und Levinson waren sich der Vorwürfe bereits vor den Gesprächen bewusst und diskutierten sie intern. Mit der wachsenden Zahl der Anschuldigungen sei der Druck schließlich zu groß geworden, heißt es.
Jahrelange Vorwürfe und neue Enthüllungen
Seit Jahren kursieren schwere Vorwürfe gegen Jared Leto, die der Hollywoodstar immer zurückgewiesen hat. Mehrere Frauen berichteten im Laufe der Jahre von angeblichen sexuellen Übergriffen. Erst kürzlich wurden in der BBC-Investigativ-Dokumentation „Jared Leto: Hollywood’s Dark Secret“ neue Vorwürfe laut: Vier Frauen schildern darin mutmaßlichen sexuellen Missbrauch durch den Oscar-Gewinner, als sie noch Teenager waren.
Leto selbst hat alle Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. In einer Stellungnahme vom 29. Juli erklärte er: „Ich habe in meinem ganzen Leben nie jemanden sexuell angegriffen.“ Diese Aussage steht im Raum, während die Produktion von „Assassination“ nun ohne ihn plant.
Kommerzieller Flop als zusätzlicher Faktor?
Ein weiterer Insider mutmaßt, dass auch Letos kommerzieller Kinoflop „Tron: Ares“ (2025) zu der Entscheidung beigetragen haben könnte. Der Film spielte bei einem Produktionsbudget von etwa 180 Millionen US-Dollar weltweit nur rund 142,25 Millionen US-Dollar ein. „Das könnte aber eine Ausrede gewesen sein, ihn aus dem Projekt zu werfen“, so der Insider. Die wirtschaftliche Enttäuschung dürfte die Bedenken der Produzenten verstärkt haben, einen kontroversen Schauspieler zu besetzen.
Darum geht es in „Assassination“
Der Thriller von Barry Levinson thematisiert die Journalistin Dorothy Kilgallen († 52), die zur Ermordung von John F. Kennedy recherchierte und die offizielle Darstellung des Attentats anzweifelte. Kilgallen starb 1965 unter bis heute diskutierten Umständen. Zum Cast gehören unter anderem Bryan Cranston (70), Al Pacino (86) und Jessica Chastain (49). Noch ist unklar, wer Letos Rolle übernehmen könnte, ein Starttermin für „Assassination“ steht noch nicht fest.
Die Entscheidung gegen Leto markiert einen weiteren Wendepunkt in seiner Karriere, die zuletzt von Kontroversen überschattet war. Während seine Fans auf ein Comeback hoffen, bleibt die Frage offen, ob weitere Projekte folgen werden.



